Kinderschänder lud Akku nicht mehr

Gefasst - nur weil die Batterie leer war?

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Kinderschänder Andreas R. (40) wurde trotz Fußfessel rückfällig

München - Der rückfällige Kinderschänder Andreas R. (40) wäre wohl noch länger in den Münchner Straßen unterwegs gewesen – wenn nicht die Batterie seiner Fußfessel leer gewesen wäre!

Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) fahndete die Polizei zunächst nach dem Verdächtigen, weil er seine Fußfessel nicht mehr auflud – und das Gerät deswegen Alarm schlug.

Die Batterie hält nämlich nur 15 bis 18 Stunden, darum muss die Fußfessel samt Träger mindestens einmal täglich für zwei Stunden an die Steckdose: Im Fall von R. habe das zwei Monate lang geklappt, nach seiner Freilassung aus der Sicherungsverwahrung durfte er die Stadt nicht verlassen und sich dem Haus seiner Stieftochter nicht auf weniger als 500 Meter nähern. Plötzlich aber geht im Kontrollzentrum im hessischen Bad Vilbel eine Meldung ein, berichtet die FAS: „Trackerbatterie schwach!“ In so einem Fall vibriert die Fußfessel am Bein ohne Pause, R. lädt sie aber nicht auf. Will er untertauchen? Die Überwachungsstelle ortet ihn im Computer, versucht, ihn per Handy zu erreichen, R. nimmt nicht ab. Es geht um Minuten: Wenn die Batterie eine halbe Stunde später ganz entladen gewesen wäre, hätte ihn die Polizei gar nicht mehr orten können. Zugriff! R. kommt in U-Haft.

Wie sich herausstellt, hatte R. schwere Psycho-Probleme, war suizidgefährdet. Einige Tage später erfährt die Polizei auch, wa­rum: Er hat ein siebenjähriges Mädchen missbraucht, deren Mutter er kurz zuvor kennengelernt hat. Das Mädchen vertraute sich ihrem Vater an, der von der Mutter getrennt lebt. Er erstattet bei der Polizei Anzeige.

tz

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