71-Jähriger gibt Untaten vor Gericht zu

Der Kinderschänder aus der Geisterbahn

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Jochen M. missbrauchte die Opfer bei jeder Gelegenheit – auch in der Geisterbah

München - Vor Gericht hat ein 71-Jähriger seine Untaten zugegeben. Die Worte von Jochen M., die er für seine kindliche Opfer wählt, sind einfach nur widerlich.

„Ich habe den jungen warmen weichen Körper an meine Brust gepresst“, schmachtet er auf der Anklagebank des Landgerichts. Er hatte immer wieder Gelegenheiten gefunden, zwei Mädchen im Alter ab 12 Jahren zu missbrauchen – sogar in der Geisterbahn.

Eines der Opfer ist die Tochter des Hausmeisters in seinem Wohnanwesen. „Ich habe ihrem Vater den Job verschafft“, sagt der frühere Hausverwalter aus München. Das zweite Mädchen kennt er, seit er im Jahr 2002 in der Wohnung dessen Mutter eine Reparatur ausführte. Die Eltern vertrauten dem scheinbar netten Opa ihre Kinder bedenkenlos an.

Jochen M. zeigte sich ihnen gegenüber großzügig. Er führte sie in Eisdielen, Schnell-Restaurants und auf Volksfeste aus und bezahlte alles. Er forderte allerdings Gegenleistungen: Sex! Zum Beispiel in einer Geisterbahn: „Während der Fahrt forderte er die Geschädigte auf, sich auf seinen Schoß zu setzen“, heißt es in der Anklage. „Er zog die Geschädigte sodann auf seinen Schoß, packte sie fest an beiden Armen und drückte sie an sich.“

Jochen M., dem unter anderem 52 Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs zur Last gelegt wird, gesteht alles. Er sagt, die Mädchen hätten freiwillig mitgemacht: „Die waren sehr anhänglich.“ Über sich sagt er: „Ich bin ein Schmusetyp.“ Der Ekel-Prozess geht weiter.

E. Unfried

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