Kinderwagen an der Schranke: Keine S 6

München - Weil ein Kinderwagen unter einer Schranke eingeklemmt war, sind am Mittwochvormittag für eine halbe Stunde keine S-Bahnen zwischen Giesing und Neubiberg gefahren. Verletzt wurde niemand.

Wie die Bundespolizei, die für den S-Bahnbereich zuständig ist, mitteilte, war eine Frau gegen 11.30 Uhr mit Kinderwagen spazieren. Sie wollte den Bahnübergang Neubiberg (Kreis München) überqueren. Dabei übersah sie vermutlich das rote Licht, das vor einem einfahrenden Zug warnen sollte. Als sich die Mutter mit ihrem Kind direkt unterhalb der Schranke befand, senkte sich diese und klemmte den Kinderwagen ein.

Beim Fahrdienstleiter löste das eine Störmeldung aus. Weil er den Kinderwagen über Kamera sehen konnte, stoppte der Bahnmitarbeiter sofort den einfahrenden Zug. Wie weit die Bahn der Linie 6 noch von dem Übergang entfernt war, konnte Berti Habelt von der Bundespolizei nicht sagen. „Mutter und Kind waren zu keiner Zeit in Gefahr.“ Die Schranke sei von den Gleisen schließlich einige Meter entfernt. Allerdings hätte der Luftsog den Kinderwagen mitreißen können.

Ob die Mutter, zu deren Identität Habelt keine weiteren Angaben machen kann, das Kind aus dem eingeklemmten Wagen genommen hatte, ist unklar. Der alarmierte Notarztwagen kam jedenfalls umsonst. Beide sind wohlauf.

Betroffen war allerdings der Verkehr auf der Linie S 6. Es wurde S-Bahn Pendelverkehr zwischen München Innenstadt und Giesing, sowie zwischen Neubiberg und der Kreuzstrasse eingerichtet.

Gegen 12 Uhr wurde die Sperrung wieder aufgehoben, die S 6 fuhr ab diesem Zeitpunkt wieder bis zur Kreuzstrasse. Es kam aber zu Verspätungen.

mm

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