Ganztägiger Ausstand

Am Dienstag sind die Kitas wieder dicht

München - Erst vergangenes Jahr legten die Erzieher der städtischen Kitas die Arbeit nieder. Am kommenden Dienstag wollen die Pädagogen wieder streiken! Die Gewerkschaft Verdi ruft sie zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

„Welche städtischen Kinderkrippen, Horte, Kindergärten, Häuser für Kinder oder Tagesheime betroffen sind, ist derzeit nicht bekannt“, heißt es bei der Stadt. Die Kita-Leitungen würden die Eltern über geplante Schließungen oder Einschränkungen im Betrieb informieren. Die Stadt empfiehlt den Eltern, bei den Kitas direkt nachzufragen, ob sie vom Warnstreik betroffen sind. Infos gibt es auch unter: www.muenchen.de/kita.

Der Ausstand ist Teil des Tarifstreits im öffentlichen Dienst, am kommenden Donnerstag beginnt eine neue Verhandlungsrunde. Verdi fordert sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber boten bislang ein Prozent zum 1. Juni und zwei Prozent im kommenden Jahr.

Warum schon wieder Kitas bestreikt werden? Die städtischen Kinderpflegerinnen sind besonders sauer, weil sie im Gegensatz zu anderen städtischen Beschäftigten nicht die vom Stadtrat beschlossene Arbeitsmarktzulage von 200 Euro bekommen. Grund: Kinderpfleger sei kein Mangelberuf. Dazu Münchens Verdi-Geschäftsführer Heinrich Birner: „Ich sehe beim Thema Arbeitsmarktzulage Handlungsbedarf für den Stadtrat. Die unterschiedliche Behandlung von Beschäftigten, die im gleichen Team arbeiten, muss überwunden werden.“ Die für die Erzieherinnen zuständige Verdi-Sekretärin Merle Pisarz, fordert außerdem mehr gesellschaftliche Anerkennung für die Erzieherinnen. 

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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