Betreuung für 1000 Kinder

Kita-Streik: Stadt bietet Notplätze an

München - Ab 11. Mai sollen die städtischen Kindertagestätten in München bestreikt werden, die Erzieher und Erzieherinnen wollen mehr Geld. Die Stadt reagiert nun mit zusätzlichen Betreuungsmöglichkeiten.

Kinderschutzbund-Chef Heinz Hilgers hat den ab 11. Mai geplanten Streik der Kita-Erzieher und Erzieherinnen scharf kritisiert: „Der Kita-Streik wird auf dem Rücken der Kinder und Eltern ausgetragen.“ Hilgers plädierte in der Bild gleichzeitig für eine angemessene Bezahlung der Erzieherinnen. Die Stadt München stellte Donnerstag Abend eine Liste der ab Montag bestreikten Kitas ins Internet (www.muenchen.de/kita).

Mit der Gewerkschaft Verdi vereinbarte die Stadt eine Härtefallregelung, die über das ganze Stadtgebiet verteilt 1000 Betreuungsplätze in 40 Gruppen à 24 Kinder für Notfälle sicherstellt. Eltern, die keine andere Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind finden, können sich bei ihrer Kita-Leitung für einen dieser Notplätze schriftlich anmelden. Katholische Kitas, die nicht bestreikt werden, wollen „nur für absolute Notfälle“ Kinder aufnehmen: Man wolle nicht als Streikbrecher auftreten, so Frank Jansen, der Chef des Verbands Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder.

tz

Rubriklistenbild: © dpa

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