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Kita-Streiks heute in München: Das müssen Eltern jetzt wissen

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Von: Katharina Haase

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Der bunte Schriftzug «Kita» ist in München mit Fingerfarbe auf die Fensterscheibe einer Kindertagesstätte gemalt.
Der bunte Schriftzug «Kita» ist in München mit Fingerfarbe auf die Fensterscheibe einer Kindertagesstätte gemalt. © Peter Kneffel/dpa

Für diese Woche rief Verdi zum bundesweiten Warnstreik im Sozial- und Erziehungsdienst auf. Am Mittwoch sind die Kitas betroffen - auch in München.

München - Die Gewerkschaften Verdi und GEW haben für Mittwoch, 4. Mai 2022, die Tarifbeschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei der Landeshauptstadt München* zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Dies betrifft auch die städtischen Kita-Einrichtungen.

Kita-Streiks in München: Keine Vorabinfos zu geschlossenen Einrichtungen

Ob und in welcher Form in einzelnen Kitas eine Notbetreuung eingerichtet wird, war der Stadt vorab nicht bekannt. Der Streiktag wurde frühzeitig angekündigt, damit Eltern die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren können. Eine Verpflichtung zum Angebot einer Notbetreuung gibt es für den städtischen Träger nicht. Spezielle Einrichtungen zur Notbetreuung werden meist erst bei Streiks, die mehrere Tage andauern, angeboten.

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Notbetreuung wegen Kita-Streiks in München: Stadt muss diese nicht gewährleisten

Da die Beschäftigten ihre Teilnahme am Streik nicht ankündigen müssen und sich auch kurz­fristig zum Streiken entschließen können, ist eine zuverlässige Planung des Dienstbetriebs äußerst schwierig. Deshalb liegen derzeit keine gesicherten Erkenntnisse vor, welche Kitas geschlossen bleiben und welche eventuell öffnen. Die Stadt München hält die Eltern dazu an, dies selbst zu erfragen. Die Eltern waren vorab bereits mit einem Brief über den anstehenden Streik informiert worden.

Kita-Streiks in München und Bayern: Stadt erstattet Kita-Gebühren zurück

Die Stadt empfiehlt betroffenen Eltern, sich am Streiktag zusammenzutun und eine abwechselnde Betreuung der Kinder zu gewährleisten. Aus Haftungsgründen können Eltern ihre Kinder grundsätzlich nicht in den Räumen der Kindertageseinrichtungen betreuen.

Wenn keine Betreuung der Kinder möglich ist, sind Eltern aufgrund der frühzeitigen Ankündigung des Streiks dazu angehalten, anderweitige Lösungen zu finden und im Zweifelsfall einen Tag Urlaub zu nehmen. Dies sollte rechtzeitig mit dem Arbeitgeber besprochen werden.

Die Erstattung von Gebühren ist durchaus möglich. Betroffene können sich hierzu in den Kindertagesstätten erkundigen, ob und in welchen Fällen Zahlungen erstattet werden. Die Stadt München erstattet Gebühren sogar automatisch nach einem Streik. kah

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