Der zweite binnen eines Jahres

Kitafinder: Alles wieder auf Anfang

München - Ab dem 1. November gibt es ein neues Programm, mit dem Eltern einen geeigneten Kita-Platz suchen können. Der Kitafinder Plus war aber noch mal richtig teuer. 

Der neue Kitafinder Plus startet am 1. November. Kosten: über eine halbe Million Euro. Mit einmaligen Personalkosten von rund 400 000 Euro, dazu 25 000 für die Inbetriebnahme und laufenden Kosten von 150 000.

Erst voriges Jahr wurde ein Programm installiert, das es Eltern erlaubte, sich online für eine Kita zu bewerben. Und die ärgern sich jetzt, denn: Alle Anmeldungen, die mit dem alten System getätigt wurden, sind nun weg! Eine Übernahme der Daten war aus „rechtlichen Gründen nicht möglich“, sagt eine Sprecherin des Bildungsreferates. „Es ist tatsächlich so, dass sich die Eltern neu einloggen müssen.“

Das Referat und die Kindertagesstätten seien bemüht – mit Aushängen, Schreiben und Info-Veranstaltungen –, die Eltern über die Änderung zu informieren.

Tragisch sei das nicht, denn das Zeit-Kriterium spielt bei der Platzvergabe keine Rolle. „Die Eltern haben keine Nachteile, die Vergabe erfolgt strikt nach Satzungskriterien.“ Ausschlaggebend ist etwa, ob jemand alleinerziehend ist oder beide Eltern berufstätig sind. Auch die Zusammensetzung der Gruppen spielt eine Rolle.

Trotz des Datenwegfalls bietet das neue System viele Vorteile, versichert die Sprecherin. Mithin könnten Eltern nun etwa ihr Konto verwalten, der Kitafinder sei mit der Verwaltung vernetzt, sodass Daten auch an andere Büros weitergeleitet werden könnten. Und: Mehr­fachanmeldungen werden automatisch bereinigt. Das sei mit dem alten System nicht möglich gewesen. 

SKA

Rubriklistenbild: © dpa

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