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Klimaaktivisten legten A96 lahm: Jetzt wurden sie angeklagt - und müssen mit massiver Strafe rechnen

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Von: Veronika Mahnkopf

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Aktivisten nehmen an einer Banneraktion an einer Brücke über der Autobahn A96 bei Germering teil. Auf dem Banner steht „Block IAA“. Die Autobahn wurde Richtung München gesperrt.
Aktivisten nahmen an einer Banneraktion an einer Brücke über der Autobahn A96 bei Germering teil. © Peter Kneffel/dpa

Vor gut einem Jahr seilten sich Klimaaktivisten an der A96 bei München ab und legten den Verkehr lahm. Jetzt hat das Ganze ein juristisches Nachspiel.

München/Fürstenfeldbruck - Wegen einer Abseilaktion über der Autobahn 96 bei München* im Umfeld der Automobilausstellung IAA hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei Klimaaktivisten erhoben. Basis ist der „Verdacht der Nötigung in 1296 Fällen“, wie eine Sprecherin am Mittwoch sagte. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Die Abseilaktion von zwei der Angeklagten von einer Autobahnbrücke hatte im vergangenen Jahr zu einer Sperre der A96 geführt.

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München: Klimaaktivisten seilen sich an A96 ab - bis zu vier Jahre Haft möglich

Die Anklage wurde von der Staatsanwaltschaft München II zum Amtsgericht Fürstenfeldbruck, Schöffengericht erhoben. Das lässt gewisse Rückschlüsse auf die Erwartungen der Staatsanwaltschaft zu. Bei einer Anklage zum Strafrichter liegt der Strafrahmen bei maximal zwei Jahren, beim Schöffengericht sind bis zu vier Jahre möglich. Die Wahl des Gerichts bedeutet zwar nicht, dass die Staatsanwaltschaft auch eine so hohe Strafe erwartet, sie hält sie aber offenbar zumindest für möglich. Bewährung kann nur bei Strafen bis zu zwei Jahren ausgesprochen werden.

Klima-Aktion an A96 bei München: Drei Personen wurden angeklagt

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, bei der Anklage seien auch „generalpräventive Erwägungen berücksichtigt“ worden. Bei den Angeklagten handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann, zwei sind 25 Jahre alt, eine von ihnen 39.

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