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Klima-Kleber mit weiterer Aktion in der Münchner City - Verkehr wieder freigegeben

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Von: Miriam Haberhauer, Lucas Sauter-Orengo

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Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ protestierten am Dienstagmorgen einmal mehr am Stachus. Der Verkehr läuft nach kurzer Behinderung jetzt wieder problemlos.

Update, 9.44 Uhr: Der Verkehr auf der Sonnenstraße und am Stachus läuft wieder ohne Probleme. Das bestätigt die Polizei gegenüber tz.de.

„Letzte Generation“ am Stachus: Aktivisten klebt sich auf Sonnenstraße

Update, 9.09 Uhr: Zunächst hatten die Aktivisten heute Morgen versucht, die Fahrbahn am Stachus zu blockieren. Dies hatten sie jedoch auf Grund eines starken Polizeiaufgebots nicht geschafft. In der Sonnenstraße auf Höhe der Schwanthalerstraße schaffte es jedoch eine Aktivistin, sich auf die Fahrbahn zu kleben. Die Polizei leitete den Verkehr in Richtung Innenstadt über die Landwehrstraße um.

Update, 8.42 Uhr: Wie Andreas Franken, Pressesprecher des Polizeipräsidiums München, gegenüber News5 mitteilt, haben es zwei Aktivisten „geschafft“, sich auf der Sonnenstraße auf die Fahrbahn zu kleben. Weitere Aktivisten am Stachus konnte die Polizei vor Vollendung des Anklebens von der Straße abbringen. Derzeit laufen die Maßnahmen, um die zwei Klima-Kleber von der Straße zu entfernen.

München: „Letzte Generation“ wieder am Stachus – Aktivisten blockieren Fahrbahn

Update, 8.26 Uhr: Die Aktivisten der sogenannten „Letzten Generation“ befinden sich am Stachus in München. Wie News5 berichtet, sind aktuell etwa zehn Aktivisten vor Ort, um ihre Ansichten zu verkünden. Weitere blockieren demnach die Fahrbahn.

Aktivisten der sogenannten „Letzten Generation“ halten einmal mehr eine Protest-Aktion am Münchner Stachus ab.
Aktivisten der sogenannten „Letzten Generation“ halten einmal mehr eine Protest-Aktion am Münchner Stachus ab. © NEWS5 / Pieknik

Update vom 20. Dezember, 6.28 Uhr: München steht der nächste Klimaprotest bevor. Um 8 Uhr wollen sich Mitglieder der Letzten Generation „am Münchner Stachus versammeln und weiter Widerstand leisten“, wie die Organisation auf Twitter schrieb. Mit dabei wird dann auch Judith sein. Sie „war bereits zweimal im Gefängnis. Sie kann aber nicht zu Hause sitzen und warten, dass längst fällige Maßnahmen eingeführt werden.“

„Ich werde weitermachen, komme was wolle! Aufhören ist keine Option. Scheitern wir daran, die Regierung an ihre obersten Pflichten zu erinnern, scheitert unsere ganze Gesellschaft“, sagte die Aktivistin im Vorfeld der Aktion.

Klima-Kleber planen große Aktion am Stachus am Dienstagmorgen: „Verkehr wird zum Erliegen kommen“

Erstmeldung vom 19. Dezember: München – Noch bis zum 5. Januar sitzen Mitglieder der Letzten Generation in München in Präventivgewahrsam. Trotzdem kündigte die Gruppe für Dienstagmorgen weitere Protest-Aktionen am Stachus an. Die Landeshauptstadt hatte sich zuletzt zur Protesthauptstadt der Klima-Kleber avanciert.

Klimaaktivismus in München: Neuer Hotspot der Letzten Generation

Begonnen haben die Blockade-Aktionen der Klimaaktivisten in Berlin. Nach und nach weiteten sie ihre Aktionen auch auf den Süden der Bundesrepublik aus. Am 3. November blockierte die Letzte Generation erstmalig am Karlsplatz den Verkehr in der bayerischen Landeshauptstadt. Vier Tage später, am 7. November, folgte die nächste Aktion am Stachus.

Eine 18-jährige Schülerin wurde im Zuge der Protestaktion in Polizeigewahrsam genommen. Auch am 21. November und am 6. Dezember klebten sich die Aktivisten erneut auf Münchens Straßen und Schilderbrücken fest.

Flugverkehr lahmgelegt: Aktivisten dringen bis auf Rollfeld vor

Die bislang größte Aktion folgte wenige Tage später, am 8. Dezember. Mitglieder der Letzten Generation verschafften sich zeitgleich in München und Berlin Zugang zum Flughafen. Es gelang der Gruppe, sich auf dem Rollfeld eines Münchner Rollfelds festzukleben und so den Flugverkehr zum Erliegen zu bringen. Einer der Beteiligten war zuvor wochenlang in bayerischer Präventivhaft gesessen.

Letzte Generation blockiert Straße am Hauptbahnhof in München Drei Aktivist*innen der Letzten Generation blockierten
Für Dienstagmorgen (20. Dezember) kündigte die Letzte Generation weitere Protestaktionen am Münchner Stachus an. © IMAGO/Alexander Pohl

„Zur präventiven Gefahrenabwehr“: Stadt München untersagt Klimaproteste

Am 9. Dezember klebten sich dann drei Aktivisten in der Nähe des Hauptbahnhofs zwischen Goethestraße und Paul-Heyse-Straße fest. Die Bayerstraße war in diesem Bereich zeitweise komplett gesperrt. Kurz darauf untersagte die Stadt München sämtliche Klimaproteste im Stadtgebiet per Allgemeinverfügung „zur präventiven Gefahrenabwehr“. Die Allgemeinverfügung ist ab dem 10.12.2022, 00.00 Uhr wirksam und vorerst bis zum Ablauf des 08.01.2023 gültig. Jakob Beyer, Sprecher der Letzten Generation verkündete daraufhin in einer Stellungnahme:

„Das Klebe-Verbot ändert gar nichts. Wir werden uns weiterhin so oft und mit so viel Kleber wie nötig auf Münchens Straßen kleben. Das Verbot einer demokratischen Protestform zeigt lediglich die Unfähigkeit der Regierung, angemessen auf die drohende Klimahölle zu reagieren und unseren einfachen, überlebenswichtigen Sicherheitsmaßnahmen nachzukommen. Der Widerstand wird weitergehen. Menschen, die die Verfassung schützen wollen, kann man nicht verbieten.”

Aktion vorab angekündigt: „Was wird wohl Dienstag passieren“

Auf der Von-Der-Tann-Straße überschütteten sich am 14. Dezember zwei Mitglieder der Letzten Generation in Neoprenanzügen mit Kleber, um die „Absurdität“ der seit Samstag gültigen Regelverschärfung der Stadt München zu den Protesten zu zeigen. Die Aktion scheiterte jedoch aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen.

Bei der Protestaktion hielten die Aktivisten ein Banner fest, welches bereits die nächste Aktion ankündigen sollte: „Was wird Dienstag wohl passieren?“, war darauf zu lesen. Auch im Netz kündigt die Gruppe für Dienstagmorgen, 20. Dezember, die Aktion groß an. Ab acht Uhr soll der Verkehr auf der Hauptverkehrsstraße am Stachus zum Erliegen kommen, so Aimée van Baalen, Sprecherin der Letzten Generation.

Wegen der Protestaktionen am 6. Dezember sitzen zwei Aktivisten der Letzten Generation aktuell noch bis 5. Januar in Präventivgewahrsam.  Beantragt hatte die Polizei nach eigenen Angaben eigentlich nur eine Dauer von fünf Tagen. (mlh)

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