Klinik-Krise kostet 19 Millionen Euro

München - Der Skandal um die mangelhafte Sterilisation der OP-Bestecke an den städtischen Kliniken kostet den Steuerzahler 19 Millionen Euro. Allein die Geschäftsführung ist sündhaft teuer.

Das geht aus einem Bericht hervor, den das Referat für Umwelt und Gesundheit am Donnerstag dem Stadtrat vorlegen wird. So verschlingt allein die neue Geschäftsführung im zweiten Halbjahr knapp 593 000 Euro. Die alte Geschäftsführung hätte in dieser Zeit fast 320 000 Euro gekostet.

Als „Erfolg“ verbucht es Gesundheitsreferent Joachim Lorenz (Grüne), dass die Sterilgut-Aufbereitung am Klinikum Bogenhausen am 15. September nach zweieinhalb Monaten wieder in eingeschränktem Umfang in Betrieb gehen konnte.

Die FDP hatte beantragt, dass der Stadtrat während der nächsten zwei Jahre vierteljährlich über die wirtschaftliche Lage informiert wird. Das lehnt Lorenz ab: Der Stadtrat werde zwei Mal im Jahr informiert, der Aufsichtsrat alle drei Monate, der Aufsichtsratsvorsitzender Monatzeder (Grüne) monatlich.

Sonst ist Lorenz zufrieden mit den städtischen Kliniken. Nur die Öffentlichkeitsarbeit soll ausgebaut werden. Was das kostet, sagt er nicht.

We.

Rubriklistenbild: © Schlaf

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