Geschäftsführerin beruhigt Mitarbeiter

Klinik-Krise: Zumindest die Gehälter sind sicher

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Rund 8500 Menschen arbeiten an den fünf Standorten im ärztlichen oder pflegerischen Bereich. Einer davon ist das Klinikum Schwabing.

München - Die rund 8500 Beschäftigten der fünf städtischen Krankenhäuser können aufatmen - vorerst.

Dr. Elizabeth Harrison

Trotz der Finanznot und bevorstehender Sparmaßnahmen (tz berichtete) betont Dr. Elizabeth Harrison, die Chefin der Betreibergesellschaft: "Die Auszahlung der Gehälter sowie des Weihnachtsgeldes stehen außer Frage." Am Freitag hatte die Geschäftsführerin der Städtisches Klinikum München GmbH dem Aufsichtsrat dramatische Zahlen vorgelegt.

Nach Informationen des Münchner Merkur beträgt das Defizit der fünf Kliniken Bogenhausen, Harlaching, Schwabing, Neuperlach und Thalkirchener Straße heuer mindestens 23 Millionen Euro, womöglich gar 43 Millionen Euro. Harrison nennt öffentlich keine konkreten Zahlen, geht aber laut einer Pressemitteilung der Klinikum-GmbH "von einer Steigerung des Defizits im Vergleich zu 2010" aus.

"Die exakte Höhe hängt vom weiteren Verlauf des Jahres und dem Erfolg der bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen ab", so Harrison. In jedem Fall sei die Liquidität der GmbH für 2011 gewährleistet. Als Hauptursachen der Finanznot nennt Harrison zwei Punkte: geringere Zahlungen der Krankenkassen für gleiche Diagnose- und Behandlungsleistungen sowie Folgekosten des Hygiene-Skandals, der im -vergangenen Jahr zum Rücktritt von drei Geschäftsführern geführt hatte.

Der Aufsichtsrat beauftragte die Geschäftsführung am Freitag, "vor dem Hintergrund einer angespannten Haushaltslage die Sparanstrengungen zu verstärken", wie es in der Pressemitteilung heißt. Bis Mitte Oktober soll ein Sanierungsplan stehen, und zwar auf drei "Eckpfeilern". Nämlich:

- Effizienzsteigerung der Prozesse durch optimalen Personaleinsatz; auch "Personalanpassungen" schließt Harrison nicht aus, ohne konkret zu werden.

- Verringerung der Sachkosten.

- "Fokussierung der medizinischen Versorgungsleistungen in den einzelnen Häusern." Aufsichtsrats-Chef Hep Monatzeder hatte bereits im Vorfeld die Frage aufgeworfen, ob man die verschiedenen medizinischen Angebote in allen Häusern vorhalten müsse.

IW

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