Klinik-Rettung: Mehr Details gefordert

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Klinik-Chefin Elizabeth Harrison

München - Die zwölfstündige Aufsichtsratssitzung zur Rettung des Städtischen Klinikums am Freitag endete mit einem einstimmigen Beschluss doch Aufsichtsrat und Stadt verlangen mehr Details.

 „Wir brauchen ein handfestes Sanierungsprogramm“, sagt OB Christian Ude (SPD) der tz. CSU-Fraktionschef Josef Schmid erklärte, es seien nur Eckpunkte beschlossen worden: „Da bleiben viele Fragezeichen.“ Hier sind sich die Parteien einig – bei der Frage nach der Verantwortung gibt es Streit! 44 Millionen Euro Miese und laut OB „geschönte“ Zahlen aus früheren Zeiten: Der Aufsichtsrat segnete das „10-Punkte-Programm“ der neuen Klinik-Chefin Elizabeth Harrison ab. Das blieb den Aufsichtsräten zu vage. „Wir brauchen das detaillierter und konkreter“, sagte Ude. Schließlich soll die Stadt 100 Millionen Euro in die fünf städtischen Krankenhäuser stecken!

So verlief auch die Sitzung am Freitag nicht ganz harmonisch. Harrison hat während der Beratung mit immer neuen Nachfragen die Sitzung verlassen – „wutentbrannt“ wollen die einen erkannt haben, „ganz normal“, berichten andere Teilnehmer. Die Klinik wollte den Vorfall nicht kommentieren. Die grüne Aufsichtsrätin Lydia Dietrich sagte: „Es war eine sehr konstruktive Sitzung. Dass es in solchen Situationen hoch hergehen kann, ist klar.“ Sie lobte aber – wie die CSU – ausdrücklich die gute Arbeit der neuen Chefin. Die Verantwortung sieht die CSU bei Rot-Grün und dem OB persönlich. Die Ex-Chefs seien nach Parteibüchern besetzt worden. „Wir mahnen seit fünf Jahren Dinge an, die sich jetzt bewahrheiten“, sagte Schmid. OB Ude ließ das nicht auf sich sitzen. Die CSU habe seinerzeit lediglich versucht, eine eigene Stadrätin in die Chefetage zu hieven.

DAC

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