Mehr als doppelt so viel wie bekannt

Klinik-Schock: 1,5 Milliarden Euro nötig!

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Kosten-Explosion – in Schwabing und den vier anderen Kliniken der Stadt

München - Kosten-Schock bei den Städtischen Kliniken: Nach tz-Informationen brauchen die fünf Krankenhäuser nach einem neuen Gutachten 1,5 Milliarden Euro – mehr als doppelt so viel wie bekannt!

So viel müssen die Kliniken in den nächsten zehn Jahren aufbringen, um die maroden Häuser instandzuhalten und um neu zu bauen. Die Lage wird immer dramatischer!

Vor allem die Krankenhäuser in Schwabing und Bogenhausen hat die Stadt so verfallen lassen, dass sie über eine Schließung und einen einzigen Neubau nachdenkt. Der Stadtrat hat schon im Sommer eine Machbarkeitsstudie beschlossen, die Gesundheitsreferent Joachim Lorenz (Grüne) bis heute nicht in Auftrag gegeben hat. Er rechtfertigt sich: Erst brauche es eine genaue Beschreibung des Gebäudezustands. So eine Bewertung gab es bislang offenbar nicht – geschweige denn eine Berechnung der Instandhaltungskosten!

Die wurde erst gestern dem Aufsichtsrat unter der Führung von Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne) präsentiert. Mit verheerendem Ergebnis: War bislang nur von einem Bauplan über 700 Millionen Euro die Rede (tz berichtete), summiert sich jetzt der nötige Aufwand auf 1,5 Milliarden Euro.

„Das Gutachten und die Machbarkeitsstudie sind ausschlaggebend für die Entscheidung, ob sich eine Sanierung der beiden Häuser rentiert oder ein Neubau nötig ist“, sagt Gesundheitsreferent Lorenz. Nur: Selbst wenn eine neue Klinik gebaut würde, könnte das zehn Jahre dauern. Die Kosten würden wohl – bis auf einen kleineren dreistelligen Millionenbetrag – ohnehin fällig. Wie wollen das die Kliniken bezahlen: Brauchen sie noch eine Finanzspritze?


David Costanzo

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