Klinik-Skandal: Muss er am Montag gehen?

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Als Klinikum-Kollege Bruno Wirnitzer (vorne) gefeuert wurde, lachte Franz Hafner noch

München - Franz Hafner, Finanzchef des städtischen Klinikums, ist jetzt selbst in die Schusslinie geraten. Am Montag wird der Aufsichtsrat über seine Entlassung beraten.

Als seine Manager-Kollegen Manfred Greiner, Bruno Wirnitzer (beide SPD) und Reinhard Fuß (Grüne) voriges Jahr gefeuert wurden, hatte Franz Hafner noch gut lachen. Jetzt ist der Finanzchef des städtischen Klinikums selbst in die Schusslinie geraten. Am Montag wird der Aufsichtsrat über seine Entlassung beraten.

Grund der Krisensitzung: die geschönten Zahlen der alten Klinik-Leitung. Heuer ging sie zunächst von einem Minus von 3,6 Millionen Euro aus, jetzt werden es aber fast 44 Millionen Euro sein!

Der neuen Klinikchefin Dr. Elizabeth Harrison fiel ein halbes Jahr nach ihrem Amtsantritt auf, dass mit den Zahlen etwas nicht stimmte. Sie informierte im September OB Ude, der einen Revisionsbericht anforderte. Der brachte die Wahrheit ans Licht.

Nun wird es eng für Hafner. Der von Rot-Grün eingesetzte Finanzchef ist seit Oktober im Urlaub oder krank geschrieben, der für die Klinken zuständige Gesundheisreferent Joachim Lorenz (Grüne) wendet sich von ihm ab: Er habe das Vertrauen in die kaufmännische Geschäftsführung des städtischen Klinikums verloren. Dass Hafner am Montag gefeuert wird, ist somit fast sicher…

J. Welte

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