Kliniken: Entwarnung nach dem Hygiene-Alarm

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Die Rinecker-Klinik legt neue Gutachten vor.

München - Die Wogen an zwei Münchner Krankenhäusern sind wieder geglättet, der Betrieb läuft wieder. Allerdings müssen die beiden Kliniken Auflagen erfüllen, mit der Stadt gibt es noch Streit.

Nach dem Hygiene-Alarm an zwei Münchner Krankenhäusern vor zwei Wochen gibt es zumindest im Deutschen Herzzentrum Entwarnung: Der Betrieb läuft wieder - aber mit Auflagen. Streit gibt es weiter zwischen Rinecker-Klinik und Stadt! Im Herzzentrum hat das Gesundheitsreferat die Intensivstation wieder geöffnet, berichtet Dr. Stefan Martinoff, stellvertretender ärztlicher Direktor. Dort war ein Aufnahmestopp verhängt worden, nachdem sich Patienten gehäuft mit resistenten VRE-Bakterien angesteckt hatten.

Intensivstation nur zur Hälfte belegt

Zwar stieg die Zahl der Betroffenen noch von 19 auf 21, von denen sich vier sicher infiziert hatten und zwei Symp-tome wie Fieber entwickelten - seit 7. Oktober habe es aber keine neuen Fälle mehr gegeben. Fünf Betroffene liegen noch isoliert. Darum hat das Gesundheitsreferat verfügt, dass die Intensivstation zunächst nur zur Hälfte belegt wird.

In der Rinecker-Klinik wütet der Streit mit der Stadt weiter: Die hatte sechs OPs ohne Tür für bestimmte Eingriffe gesperrt, die nun in einem geschlossenen OP stattfinden. Jetzt berichtet die Klinik von neuen Gutachten. Sie bestätigten, dass die Klimaanlage dafür sorge, dass keine Luft von außen in die OPs geweht werde und eine Gefahr ausgeschlossen sei. Darum klage man gegen die Stadt. Gesundheitsreferent Joachim Lorenz bleibt gelassen: „Die Aussagen sind abenteuerlich.“ Bei den OPs gebe es klare Richtlinien, an die sich jeder halten müsse. Das sei der Klinik bereits 2005 mitgeteilt worden. Das sehe auch das Landesamt für Gesundheit so.

dac

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