Online-Petition mit regem Zuspruch

Kliniken: Kampf um Blutspendedienst

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Blutspenden sind ein umkämpftes Geschäftsfeld.

München - Am Mittwoch wird der Stadtrat die drastische Schrumpf-Kur am Stadtklinikum beschließen. Rund 1600 Stellen sollen binnen sieben Jahren abgebaut werden, das ist etwa jede vierte. Von rund 3250 Betten sollen nur gut 2500 bleiben.

Auch der Blutspendedienst des Klinikkonzerns soll privatisiert werden. Dagegen regt sich Widerstand: Eine Online-Petition mit dem Appell an den Stadtrat zum Erhalt des kommunalen Blutspendedienstes haben 9000 Menschen unterschrieben. Heute ist eine „symbolische Übergabe“ der Petition an OB Dieter Reiter (SPD) vor der Vollversammlung des Münchner Stadtrates geplant.

„Der Blutspendedienst arbeitet defizitär. Die Verluste resultieren aber überwiegend aus den niedrigen Preisen, die der Blutspendedienst innerhalb des städtischen Klinikums für seine Produkte bekommt“, so Josef Fehlandt, ver.di-Gewerkschaftssekretär für das Gesundheitswesen.

Die ausreichende Versorgung der Münchner Bevölkerung mit Blutkonserven muss auch künftig sichergestellt sein. Fehlandt: „Die Beschäftigten des städtischen Blutspendedienstes dürfen nicht für Managementfehler der Vergangenheit zur Rechenschaft gezogen werden.“

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