Kliniken: Personal schaut nach vorne

München - Am Donnerstag haben Vertreter des Gesamtbetriebsrates und der Gewerkschaft Ver.di ein Ende der Debatten um die städtischen Kliniken gefordert. An diesen werde "hervorragende Arbeit" geleistet.

Raus aus den Schlagzeilen, rein in die Sanierung des Konzerns: Am Donnerstag forderten Vertreter des Gesamtbetriebsrates und der Gewerkschaft Ver.di ein Ende der politischen Debatten um die städtischen Kliniken, an denen hervorragende Arbeit geleistet werde.

„Wir sind sehr in Sorge wegen des Vorwahlkampfgetöses, das auf dem Rücken der städtischen Kliniken stattfindet“, sagte am Donnerstag Münchens Verdi-Geschäftsführer Heinrich Birner bei einer Pressekonferenz. „Es gibt den Versuch, alles zu skandalisieren, was mit dem städtischen Krankenhauskonzern zu tun hat. Das verunsichert Patienten und Beschäftigte.“ Dieser Vorwurf geht eindeutig an die CSU, doch auch die SPD, der Birner selbst angehört, wurde kritisiert. So berichtete Erhard Reinfrank, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, von zwei Stadtrats-Anfragen, „die uns zwei Tage lang davon abhalten, uns auf die Neustrukturierung des Konzerns zu konzentrieren“.

Und Dominik Schirmer, Verdi-Landesfachbereichsleiter Gesundheitswesen, forderte: „Schluss mit dem Hineinegieren ins Tagesgeschäft!“ In anderen kommunalen Krankenhäusern in Bayern könnten die Klinikleitungen ohne ständiges Einmischen der Kommunalpolitik effektiv arbeiten.

CSU-Rathausfraktionschef Josef Schmid erklärte am Donnerstag, dass seine Partei bereit sei, „Schulter an Schulter mit dem Personal für die Sanierung der Städtischen Klinikum München GmbH zu kämpfen.“ Es sei aber Aufgabe der Opposition, darauf hinzuweisen, dass das Desaster ohne die Parteibuch­besetzungen an der Spitze der Kliniken hätte vermieden werden können – um diesen Fehler nicht bei anderen städtischen Firmen wie der München Stift zu wiederholen.

J. Welte

Rubriklistenbild: © Schlaf

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