Münchner Kliniken streiten vor Gericht

München - Böses Blut: Zwei Münchner Kliniken streiten um das Herzzentrum an der Isar. Es geht um 244 000 Euro.

Zwei Münchner Kliniken streiten vor Gericht um das “Herzzentrum an der Isar“. Die internistische Klinik Dr. Müller fordert 244 000 Euro von der Chirurgischen Klinik Rinecker.

Beide hatten 2008 eine Kooperationsvereinbarung für das Herzzentrum geschlossen und dabei abgemacht, sich die Aufgaben bei Operationen und Nachversorgung zu teilen. Der Erlös sollte zu 67,7 Prozent an die chirurgische Klinik und zu 32,3 Prozent an die internistische Klinik gehen. Letztere klagte die Summe ein, die ihr zustehe und nicht bezahlt worden sei.

Der Chef der chirurgischen Klinik, Hans Rinecker, machte am Montag in der mündlichen Verhandlung unter anderem geltend, die vertraglichen Leistungen seien nicht oder nicht im vereinbarten Umfang erbracht worden. “Das stimmt nicht“, bestritt Stefan Richter, Geschäftsführer der Müller-Klinik. Die Kooperationsvereinbarung ist inzwischen gelöst.

Das Gericht schlug in der Güteverhandlung Einigung auf eine von den Parteien abzusprechende Summe vor, das Verfahren könne dann eingestellt werden. Die Vertreter der beiden Häuser werden jetzt abseits des Prozesses Gespräche führen. Kommt keine Einigung zustande, wird die Verhandlung zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt.

dpa

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