Neuer Ärger droht

Kliniken: Verdi kämpft gegen Kürzung

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Die städtischen Kliniken – hier das Schwabinger Krankenhaus – müssen sparen

München - Erst nach zähen Verhandlungen wurde die Umwandlung des städtischen Klinikkonzerns in eine gemeinnützige Gesellschaft abgewendet. Jetzt kommt von Verdi neuer Gegenwind.

Es war eine unverhohlene Drohung, mit der OB Christian Ude (SPD) die Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat der städtischen Kliniken entmachten wollte: Der tief in den roten Zahlen steckende städtische Klinikkonzern sollte in eine gemeinnützige Gesellschaft umgewandelt werden, drohte das Stadtoberhaupt. Damit hätte die Stadt die Aufsichtsräte selbst nach Gutdünken besetzen können, die Mitbestimmung wäre für die Gewerkschaften schwierig geworden.

Nach zähen Verhandlungen ist das Thema nun vom Tisch: Ude und die Gewerkschaften einigten sich darauf, dass das Klinikum weiterhin eine städtische GmbH bleiben soll, allerdings soll die Stadtkämmerei künftig die betriebswirtschaftliche Kontrolle übernehmen. „Endlich, endlich scheint sich unsere bessere Einsicht und damit die Vernunft durchzusetzen“, kommentiert der CSU-Fraktionsvorsitzende Josef Schmid diesen Plan. Münchens Verdi-Chef Heinrich Birner sagt: „Lohnkürzungen und Entlassungen sind für Verdi tabu.“

Wie die Geschäftsführung um Dr. Elizabeth Harrison nun sparen soll, wird sich zeigen. Sie wollte sich am Donnerstag zu der neuen Entwicklung nicht äußern.

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