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Schutzengel im Doppeleinsatz

Weihnachtswunder in Großhadern? Ärzte retten Mama und Baby in allerletzter Sekunde das Leben

Gruppenbild mit Baby: Dr. Maximilian Pichlmaier (ganz l.) und die fünf weiteren Spezialisten aus Großhadern retteten Martina K. (40) und Tochter Mila das Leben - was auch Papa Tommy (vorne, 2.v.l.) glücklich macht.
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Gruppenbild mit Baby: Dr. Maximilian Pichlmaier (ganz l.) und die fünf weiteren Spezialisten aus Großhadern retteten Martina K. (40) und Tochter Mila das Leben - was auch Papa Tommy (vorne, 2.v.l.) glücklich macht.

Martina K. erlebte während ihrer Schwangerschaft dramatische Stunden. Wegen einer lebensgefährlichen Verletzung musste die Memmingerin im Klinikum Großhadern notoperiert werden. Dass alles gut geht, wirkt wie ein Weihnachtswunder.

  • Wegen eines Risses in der Hauptschlagader muss sich die schwangere Martina K. operieren lassen.
  • Eingriffe im Klinikum Großhadern retten und ihrem Baby das Leben.
  • Die kleine Mila wird fünf Wochen vor dem errechneten Geburtstermin per Kaiserschnitt auf die Welt geholt.

München - Zufall, Schicksal oder Glück? Egal, wie man es nennen mag. Fakt ist: Martina K. (40) hat vor zwei Wochen ganz schön tief in die Wundertüte des Universums gegriffen - und dabei nicht nur einen Schutzengel gehabt.

Um genau zu sein, waren es sechs. Ein ganzes Team aus Herzchirurgen, Anästhesisten und Gynäkologen. Über fünf Stunden haben die Mediziner am Klinikum Großhadern um das Leben der Schwangeren gekämpft - und dabei einem gesunden Mädchen auf die Welt geholfen. Ein wahres Weihnachtswunder…

Ärzteteam rettet Mutter und Baby das Leben: Riss in der Aorta festgestellt

Es ist früh am Morgen, als Martina K. plötzlich einen stechenden Schmerz zwischen ihren Schulterblättern spürt. Dann wird der 40-Jährigen schwarz vor Augen, grelle Blitze durchziehen ihr Blickfeld. Eine Situation, die die zweifache Mutter so noch in keiner Schwangerschaft erlebt hat. Sicherheitshalber wählt sie den Notruf.

Noch im Krankenhaus glaubt K. an einen eingeklemmten Nerv, doch die Ärzte vermuten Schlimmeres. Eine leise Vorahnung, ein Bauchgefühl, das sich tatsächlich bestätigt. Schließlich stellen die Mediziner einen Riss in der Aorta, der Hauptschlagader, fest. Dazu eine Funktionsschwäche der Aortenklappe. Eine absolut lebensbedrohliche Situation - für Mutter und Kind.

Kam per Kaiserschnitt auf die Welt: Mila ist ein kleines vorweihnachtliches Wunder.

Ärzteteam rettet Mutter und Baby das Leben: 20 Prozent der Patienten überleben OP nicht

„Etwa 30 Prozent der Patienten, die eine derartige Diagnose erhalten, versterben, bevor sie es überhaupt ins Krankenhaus schaffen“, weiß Dr. Maximilian Pichlmaier vom Klinikum Großhadern. „Von denen, die es ins Krankenhaus schaffen, überleben etwa 20 Prozent den Eingriff nicht.“ Die Gefahr, dass bei der Operation etwas schief geht, sei bei Schwangeren sogar nochmal um einiges größer. Ein Drahtseilakt! Doch die Ärzte gehen das Risiko ein…

Als Martina K. nach einer kurzen Vorsorgeuntersuchung in Memmingen aus der Narkose erwacht, steht bereits ein Hubschrauber bereit. Die 40-Jährige muss sofort nach Großhadern gebracht werden. Denn: Das Universitätsklinikum ist bayernweit nahezu die einzige Adresse, die einen derart komplizierten herzchirurgischen Eingriff überhaupt durchführen kann.

Ärzteteam rettet Mutter und Baby das Leben: Zwei erfolgreiche Eingriffe

Was Martina K. an diesem Tag wie ein Wimpernschlag vorkommt, dauert in Wahrheit mehrere Stunden. Stunden, in denen ein Dutzend hektischer Hände um ihr Leben kämpft. Kontrolle der Herztöne, künstliche Beatmung, Kaiserschnitt - fünf Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Danach kann die zweite Operation beginnen. Und mit ihr ein Wettlauf gegen die Zeit! Doch die Ärzte sind schneller. K. überlebt den Eingriff - und erholt sich rasend schnell.

„Das Team hat mich wieder ganz gut auf die Beine gestellt“, scherzt die Memmingerin bereits ein paar Tage nach der OP. Neben ihr liegt, liebevoll in eine kuschelige Decke gepackt, die kleine Mila. 2,8 Kilogramm schwer und - genau wie ihre Mama - eine echte Kämpferin.

Ob es nun das Schicksal war, das den Zweien das Leben gerettet hat - der Zufall oder einfach nur Glück, Martina K. weiß es nicht. Eine Sache aber ist sicher: Es gibt sie wirklich, die kleinen Wunder, vor allem zur Weihnachtszeit…

Eine besondere Leistung ist US-amerikanischen Ärzten gelungen: Sie haben ein totes Herz wieder zum Leben erweckt und es transplantiert. Eine große Herausforderung war auch die Entfernung eines Parasiten aus dem Hirn eines Mannes. Wie durch ein Wunder überlebte eine junge Frau einen Radl-Unfall - dabei war sie laut ihrem Arzt bereits klinisch tot. Eine Frau dachte lange Zeit, sie wäre schwanger - dabei wuchs in ihrem Bauch etwas ganz anderes.

Der Bundestag stimmt über zwei Varianten zur Reformierung der Organspende ab - die Widerspruchs- und die Entscheidungslösung.

S. Brenner

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