Klo-Chaos bei der Stadt

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Ein öffentliches Klo an der Theresienwiese: Auch dieses bleibt offen

München - Wende im Streit um Toiletten der Stadt: Das Kommunalreferat wollte 34 öffentliche Häusl schließen – und dürfte mit dem Plan am Mittwoch im Stadtrat scheitern. Jetzt will die SPD die Spülung ziehen.

Nachdem die CSU schon lange protestiert, will nun die SPD die Spülung ziehen und den Plan erstmal in den Abfluss jagen! „Es macht keinen Sinn, ein Schließdatum anzugeben und keinen Sanierungsplan zu benennen“, begründete SPD-Fraktionschef Alexander Reissl den Schritt gegenüber der tz.

Das Kommunalreferat solle erst einmal über die Weiterführung der verbleibenden Toiletten mit den Stadtwerken verhandeln und mit dem Hotel- und Gaststättenverband über Ausweich-Örtlichkeiten sprechen. „Dann soll das Thema noch einmal dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden“, sagte Reissl. Das könnte dauern: Im Ergebnis blieben die Toiletten erst einmal geöffnet.

Das Kommunalreferat wollte 34 seiner 73 öffentlichen Anlagen „unverzüglich“, spätestens aber bis Ende Oktober dichtmachen. Betroffen wären etwa die Toiletten am Odeonsplatz oder am U-Bahnhof Theresienwiese.

Mit den gesparten 431 000 Euro hätten die übrigen Häusl saniert werden sollen – zunächst die am meisten besuchten. Die verbleibenden Toiletten könnten dann die Stadtwerke betreiben, die Benutzung hätte 50 Cent kosten sollen. Mehr hatte die Verwaltung den Stadträten nicht mitzuteilen. Eine erste Abstimmung war vor drei Wochen bereits vertagt worden.

Der Plan hatte vor allem unter Senioren für einen „Sturm der Entrüstung“ gesorgt, wie der Seniorenbeirats-Chef Klaus Bode den Politikern berichtete.

David Costanzo

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