Rund einer Million Euro!

Knast für betrügerischen Münchner Taxi-Boss

München - Auch seine Flucht nach Argentinien konnte einen 60 Jahre alten Münchner Taxi-Unternehmer nicht vor dem Knast retten. Es gab einen internationalen Haftbefehl – und argentinische Polizisten spürten den Mann auf!

Der Unternehmer wurde wegen des „Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt“ zu zwei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Zoll hatte bereits 2011 ein Ermittlungsverfahren gegen den Münchner eingeleitet. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann eine fiktive Buchhaltung führte, die er jederzeit bei Prüfungen durch Zoll oder Steuerfahndung vorlegen konnte. Die wirklichen Umsätze seines Unternehmens hatte er derweil in einer so genannten „schwarzen Buchhaltung“ festgehalten. Daraus ergab sich dann ein deutlicher Unterschied: ein Sozialversicherungsschaden von rund einer Million Euro! Während der Ermittlungen flüchtete der Unternehmer nach Südamerika.

Aber: Es gab einen internationalen Haftbefehl – und argentinische Polizisten spürten den Mann auf! Die Beamten verhafteten den Münchner, als er sich in Buenos Aires gerade ein Ticket kaufen wollte, um weiter zu flüchten. Im Sommer 2014 wurde der 60-Jährige nach Deutschland überführt und saß dann bis zur Verhandlung in Untersuchungshaft.

Rubriklistenbild: © dpa

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