Sogar der Kripo-Chef ist zutiefst geschockt

Koch (22) beraubt und stundenlang gefoltert

München -  Die Münchner Polizei hat zwei brutale Erpresser festgenommen, die im November einen jungen Mann beraubt hatten. Die blutverschmierte Kleidung der Täter führte die Polizei zu einem weiteren Opfer:

Mitten im Münchner Bahnhofsviertel folterten zwei gnadenlose Sadisten einen Koch (22) stundenlang auf unvorstellbar grausame Weise. Als die beiden mit ihm fertig waren, blieb der Mann physisch und psychisch schwer verletzt zurück. Die beiden Täter sind erst 17 und 19 Jahre alt, aber bereits so abgestumpft, dass es selbst den Chef des Münchner Raubkommissariates K21, Werner Lauterbach, graust: „Ich habe in meiner täglichen Arbeit nicht gerade mit Romantikern zu tun und bin einiges gewohnt. Aber das hier übersteigt sogar meine Vorstellungskraft. Ich würde mich nicht wundern, wenn es noch mehr Opfer gäbe, die sich jetzt unbedingt melden sollten.“

Am 20. November überfielen die beiden Intensivtäter aus dem Raum Bad Tölz nachts in der Münchner Bahnhofshalle zwei Freiburger Studenten, die am Geldautomaten 100 Euro abheben mussten. Dabei wurden sie von Bahnhofs-Kameras gefilmt. So hatte die Polizei ihre Fotos. In der Nacht zum 3. Dezember bedrohten sie mitten auf der Schillerstraße einen Koch (22), der um 0.30 Uhr gerade auf dem Heimweg war. Mit gezückten Messern trieben sie ihn vor sich her und diskutierten dabei gemein lachend die bösartigsten Foltermethoden. In einem Hinterhof wurde der Koch geprügelt und getreten, musste seine Peiniger in seine Wohnung führen. Dort verbrannten sie ihn grausam mit einem Bügeleisen, fügten ihm eine Schnittwunde zu, schlugen ihm das Gesicht grün und blau und demütigten ihn zutiefst. In Todesangst wagte der Koch noch nicht mal mehr, vor Schmerz zu schreien. Sie stahlen ihm Schuhe und sein Handy und zwangen ihn um 2.30 Uhr, mehrere hundert Euro am Geldautomaten abzuheben. Dann ließen sie ihn einfach stehen.

Kurz darauf wurden die beiden blutbesudelten Täter anhand der Bahnhofs-Fotos von zivilen Beamten im Schiller-Café erkannt. Sie sitzen nun wegen erpresserischen Menschenraubs und gefährlicher Körperverletzung in U-Haft.

Zeugenaufruf: Personen, insbesondere weitere Opfer, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Dorita Plange

Rubriklistenbild: © dpa

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