Koch begrabschte Untergebene

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Küchenchef Markus F. kam mit Bewährung davon

München - Markus F. (45) ist Küchenchef eines bayerischen Wirtshauses und hat eine seltsame Neigung. Er greift seinen Untergebenen während der Arbeit an die Genitalien!

Seine bullige Statur passt zu seinem Job als Küchenchef eines bayerischen Wirtshauses. Markus F. (45) hat das Kommando, die Lehrbuben und Aushilfen müssen parieren. Allerdings hat der Boss eine seltsame Neigung: Er greift seinen Untergebenen während der Arbeit an die Genitalien! Wegen Missbrauchs von Schutzbefohlenen wurde der einschlägig vorbestrafte Koch am Dienstag zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Jan war 16, als er sich vor einem Jahr um eine Lehrstelle in der Gaststätte in Sendling bewarb. Er durfte erst mal als Praktikant schuften. Eines Tages griff ihm Markus F. von hinten zwischen die Beine. „Ich habe das erst als Spaß empfunden“, sagte der Bub im Zeugenstand. „Er hat mir oft zwischen die Beine gelangt, es ist immer krasser geworden.“ Dennoch ging Jens monatelang nicht zur Polizei, weil er immer noch auf seine Lehrstelle hoffte. Eines Tages kniff ihm Markus F. brutal in die Hoden: „Ich bin vor Schmerzen am Boden gelegen.“

Drei weitere junge Burschen schilderten im Zeugenstand ähnlich brutale Übergriffe. Patrick (17) zerrte der rabiate Küchenboss am gepiercten Ohr. Ein anderes Mal schlug der Angeklagte ihm heftig zwischen die Beine, so dass Patrick vor Schmerzen zu Boden ging. Trotz der belastenden Aussagen seiner Opfer war Markus F. zu keinem Geständnis bereit. Richter Andreas Forstner verurteilte den Angeklagten auch zur Zahlung von Schmerzensgeld an Patrick und Jan.

Eberhard Unfried

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