Aladin S. packt aus

Er ist der König der legalen Drogen

München - Kaufmann Aladin S. (36) ist der König einiger "grauen Geschäfte" wie den Handel mit (noch) legalen Designerdrogen. Trotzdem steht der Mann jetzt vor Gericht.

In der Drogenszene heißen sie „Legal highs“: Chemikalien, die (noch) nicht unters Betäubungsmittelgesetz fallen, aber ähnlich wie harte Drogen wirken. In China hat sich ein Industriezweig auf diese Designerdrogen spezialisiert. Kaum ist ein Stoff verboten, kommt der nächste auf dem Markt. Der König dieser „grauen“ Geschäfte in München ist der Kaufmann Aladin S. (36). Er sitzt jetzt vor dem Landgericht.

Laut Anklage hat der Geschäftsmann fast 340 Kilogramm dieser Substanzen aus China eingeführt und über zwei Internet-Seiten vertrieben. Die Anklage lautet auf „unerlaubte Einfuhr von Arzneimitteln“. Nach Razzien wurden die Internet-Portale geschlossen.

Zum Prozessbeginn schockt Vorsitzender Richter Thomas Denz den Angeklagten: Seine 9. Strafkammer hat selbst ermittelt und verpasst der Staatsanwaltschaft wegen mangelhafter Ermittlungen eine Watschn. Denz macht Aladin S. klar, „dass viele Jahre Haft“ auf ihn warten könnten. Es sei denn, er nenne die Hintermänner. Und: „Wir wollen das Vertriebssystem aufdecken!“ Dieser Warnschuss sitzt. Verteidiger Peter Pospisil: „Er lässt die Hosen runter.“ Die Verhandlung wird noch länger dauern. Richter Denz kündigt an: „Ich bin zäh …“

Eberhard Unfried

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