Prinz schweigt vor Gericht

Kokain! Ganove lässt Hochadeligen auffliegen

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Prinz zu W. (40) ist wegen Handels mit Betäubungsmitteln angeklagt. Er schweigt.

Als Spross einer europäischen Hochadels-Familie hat es Edzard Prinz zu W. (40) nicht nötig, einer geregelten Arbeit nachzugehen.

Seinen Beruf gibt es mit „Privatier“ an. Auch seine Freundin Petra U. (50) hat ihren Beruf als Bankkauffrau an den Nagel gehängt und lebt von seinem Millionen-Erbe mit. Sie haben noch ein gemeinsames Interesse: Kokain!

Wegen Handels und Besitz von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge müssen sich der Prinz und seine Freundin seit gestern vor dem Landgericht verantworten. Während der blaublütige Angeklagte (Verteidiger Frank Eckstein) schweigt wie ein Grab, singt seine bürgerliche Freundin (Verteidiger Thomas Pfister) wie ein Zeiserl.

Sie seien Opfer eines Betrügers geworden, erzählt Petra U. Christian E. habe sich bei ihnen eingeschlichten und mit einer Kreditkarte 35 000 Euro gestohlen. Als sie ihn anzeigen wollten, habe dieser mit einem Erpresserbrief gedroht, die Drogen-Geschichten (angeblich sei in der Villa des Adeligen ein Pfund Kokain bebunkert) auffliegen zu lassen. Er forderte 30 000 Euro für sein Schweigen. Bei einer fingierten Geldübergabe wurde Christian E. gefasst und zu fast drei Jahren Haft verurteilt.

Dumm gelaufen, dass die Polizei dem Drogen-Vorwurf des Gauners nachging. 21 Gramm fast reines Kokain wurde in der Villa sichergestellt! Später wurde Petra U. nochmal erwischt. Der Prozess geht weiter.

ebu.

Quelle: tz

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