"Ich bete, dass mir München verzeiht"

Koks! Strafbefehl gegen Männermodel Papis Loveday

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Papis Loveday muss wegen Kokain-Besitzes eine Strafe von 9000 Euro zahlen

München - Im März haben Drogenfahnder das Supermodel Papis Loveday (35) bei einer Drogenrazzia mit fünf Plomben Kokain erwischt. Jetzt bekommt der Wahl-Münchner die Quittung.

Jetzt hat der gebürtige Senegalese nach tz-Informationen einen Strafbefehl über 9000 Euro vom Amtsgericht München erhalten – das laut Eigenwerbung bestbezahlte schwarze Männermodel der Welt ist somit vorbestraft!

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Wochenlang hatten Drogenermittler im Frühjahr den Hanoi-Club an der Theklastraße observiert. Es gab Hinweise, dass immer freitags fleißig Kokain die Runde machte. In dem angesagten Club hatte zu dieser Zeit Papis Loveday, der mit echtem Namen Pape Badji heißt, jeden Freitag Hof gehalten. Sein „Stammtisch“ war gedacht als Treffpunkt für einen schrillen Gästemix: „Clubkids tanzen mit 70 Jahre alten Millionärinnen, und Topmanager unterhalten sich mit Transsexuellen aus Ibiza an der Bar“, hieß es auf der Internetseite.

Am vorletzten „Stammtisch“ aber störten Polizisten in Uniform das intime Zusammensein der gut 170 Gäste im Hanoi-Club. Das Partyvolk musste die schicken Räumlichkeiten verlassen und sich in einer tristen Tiefgarage von 100 Polizisten einer peniblen Kontrolle unterziehen.

Fündig wurden die Beamten des Drogendezernats am 24. März allerdings lediglich bei einem einzigen Gast – und eben Topmodel Papis Loveday. Insgesamt fünf Päckchen Kokaingemisch hatte der 35-Jährige einstecken.

Ein Wirkstoffgutachten ergab: Die Plomben enthielten etwa 1,4 Gramm reines Kokain. „Der ursprüngliche Tatvorwurf gegen meinen Mandanten, mit dem die umfangreiche Razzia im Hanoi-Club begründet wurde, hat sich damit als völlig haltlos erwiesen“, sagt Franz Erlmeier, Anwalt von Papis Loveday. „Mein Mandant akzeptiert die Geldstrafe, wiewohl diese deutlich über vergleichbaren Fällen von Erwerb einer geringen Mengen liegt. Für Herrn Badji ist die Angelegenheit nunmehr endgültig abgeschlossen. Er wird sich wieder mit voller Konzentration seinen Aufgaben zuwenden.“

Nach der Drogenrazzia war es nämlich still geworden um das Topmodel. Loveday zeigte sich kaum mehr in der Öffentlichkeit. Anfang Mai gab es dann doch ein Lebenszeichen. „Mir ist der Vorfall im höchsten Maße unangenehm. Es beschämt mich sehr – und ich bete täglich, dass mir die Münchner verzeihen mögen“, ließ der 35-Jährige in einer Pressemitteilung verkünden.

Jacob Mell

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