Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

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Mann kollabiert - durch Handy-Ortung gefunden

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Handy-Ortung nach Zuckerschock! Am Aumeister im Englischen Garten rief der Mann um Hilfe

München - Dramatischer Rettungseinsatz am Samstagnachmittag in München: Mit Hilfe einer Handy-Ortung konnte ein Mann gefunden werden, der im Englischen Garten kollabiert war. 

Der Notruf erreichte die Einsatzzentrale der Polizei um 14.46 Uhr am Samstag. Ein Mann stammelte in sein Handy, er habe massive Zucker-Probleme, ihm würden die Sinne schwinden: „Ich brauche dringend Insulin!“ Der Mann war offenbar kurz davor, ohnmächtig zu werden. Da schaltete der Polizist in der Notrufzentrale die integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr ein – es war wohl die Rettung für den Münchnern.

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Der Mann konnte nicht sagen, wo genau er war. „Irgendwo im Englischen Garten, ich sehe keine Menschen“. Ein Fall für eine Handy-Ortung. Innerhalb von wenigen Minuten hatte die Feuerwehr mit den Daten des Mobilfunkbetreibers die ungefähre Position ermittelt – im näheren Umkreis vom Aumeister.

Sofort fuhr ein Streifenwagen los, suchte die Umgebung ab. Und tatsächlich: Am Aumeisterweg entdeckten die Polizisten den zuckerkranken Mann und dirigierten den Rettungswagen zu ihm. Der 66 Jahre alte Münchner wurde in ein Krankenhaus gebracht. Hier bekam er sofort die notwendige Versorgung. Die schnelle Hilfe war nur möglich, weil das Handy des Münchners geortet werden konnte. Als Grundlage für die Ortung dienen meist Mobilfunkzellen. Das sind die Bereiche, die ein Sendemast abdeckt. Das Handy verbindet sich stets mit dem nächstgelegenen Sendemast. Dieser wiederum gibt an den Netzbetreiber weiter, welche Handys ihn gerade anfunken.

Mit den Koordinaten des Sendemasts und dessen Reichweite lässt sich die Position eines Handys feststellen. Wie genau das Handy geortet werden kann, hängt von der Größe der einzelnen Funkzelle ab. Großstädte wie München haben ein feinmaschiges Netz von Mobilfunkzellen, die jeweils einen Radius von unter 300 Metern abdecken.

Auf dem Land ist die Handy-Ortung weitaus ungenauer, sie geht in den Kilometerbereich. Es gilt: Je dichter die Masten stehen, desto genauer ist die Ortung eines Handys – und desto schneller kann ein Mensch in einer Notlage gefunden werden.

JAM

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