Koma-Prozess: Jetzt spricht die Ex-Freundin

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Der Angeklagte Herbert W. vor Gericht

München - Nein, es war wohl kein einmaliger Ausraster, als Herbert W. (39) seine Freundin Veronika E. (41) beinahe zu Tode prügelte. Vor dem Schwurgericht sagte jetzt die Ex-Freundin des Angeklagten aus – und schilderte ihn als Terror-Liebhaber.

Wegen versuchten Mordes steht Herbert W. seit 19. Dezember vor Gericht. Er bestreitet eine Tötungsabsicht. Veronika habe er nur einen Schubser verpasst, sie sei unglücklich gestürzt. Mit ihrem schlimmen Zustand passt das allerdings nicht zusammen: Das Opfer erlitt schwerste Schädelverletzungen. Der Täter hatte ihr das Gesicht zerschnitten, die Haare büschelweise ausgerissen.

Bei der Tat am 1. Dezember 2010 hatte Veronika E. eine Hirnblutung erlitten. Sie liegt seither im Wachkoma und wird nie wieder ein normales Leben führen können. Ex-Freundin Susanne S. schilderte den Angeklagten als Lügner: „Sein Abitur, sein Studium – das waren Märchen.“ Und: „Er ist leicht ausgeflippt.“

Nach nächtlichen Sauftouren sei er äußerst aggressiv gewesen, habe mit Gegenständen geworfen: „Ich hatte Todesangst.“ Um tätlichen Angriffen zu entgehen, habe sie sich geduckt: „Ich habe ihm immer Recht gegeben.“ Öfter sei sie zu ihren Eltern geflüchtet. Folge: „Er hat sie mit Mord bedroht.“ Um das gemeinsame Kind habe er sich kaum gekümmert, habe keinen Unterhalt bezahlt. Der Prozess geht weiter.

ebu

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