KVR schreibt neue Stellen aus

Kommentar: Wie viel Wachstum verträgt München?

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Klaus Vick.

München wächst und gedeiht doch mit den neuen Einwohnern kommen auch neue Probleme. Ist die Landeshauptstadt gewappnet? Ein Kommentar.

München - Boomtown München! Der Zuzug in die Landeshauptstadt ist ungebremst – mit all den Konsequenzen, die nicht immer nur angenehm sind. So wird der Platz für neuen Wohnraum immer knapper, die Mieten steigen immens.

Auch die Stadtverwaltung selbst ist unmittelbar betroffen. Das Rathaus braucht aufgrund des Einwohnerzuwachses neues Personal zur Abwicklung der laufenden Geschäfte. Binnen zehn Jahren ist München von 1,34 auf 1,54 Millionen Bürger gewachsen – unglaublich. Bis 2030 sollen es 1,8 Millionen Menschen sein.

Vor allem das Kreisverwaltungsreferat (KVR) ist häufig heillos überlastet. Lange Warteschlangen sind keine Seltenheit, die Bürger brauchen viel Geduld. Nun werden im KVR viele neue Stellen geschaffen. Gut so – im Sinne des Bürgerservices. Die aktuelle Personaloffensive betrifft die Fahrzeugzulassungs- und Führerscheinbehörde – weil die Autos in der Stadt nicht weniger werden. Ganz im Gegenteil – und hier macht sich die nächste Begleiterscheinung des ungebremsten Zuzugs bemerkbar: Jeder spricht vom Mobilitätswandel, dem Ausbau des ÖPNV, das Damoklesschwert von Diesel-Fahrverboten droht – doch der Kraftfahrzeugbestand wächst unaufhaltsam: Von 768 000 im Jahre 2013 auf nunmehr 868 000 – auch das eine unglaubliche Zahl. Die Frage drängt sich auf: Wie viel Wachstum verträgt München noch?

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