Kommentar

S-Bahn-Deal: Darum dürfen sich Pendler jetzt freuen

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Merkur-Redakteur Dirk Walter.

Die Bahn hübscht alle S-Bahn-Züge auf und darf dafür bis 2026 aber ihr Monopol in München behalten. Für die Pendler ist das ein guter Deal, kommentiert Merkur-Redakteur Dirk Walter.

Diese Nachricht dürfte die Pendler der S-Bahn München freuen: Mit Millionensummen sollen alle Züge aufgehübscht werden. Neue Sitze, neue Beleuchtung, neue Böden. Was noch fehlt in der S-Bahn, ist Wlan (das es in der Stuttgarter S-Bahn zum Beispiel testweise schon gibt). Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Für dieses Re-Design zahlt der Freistaat einen gewissen Preis: Er gibt der Deutschen Bahn die Garantie, dass sie in der Münchner Region weiterhin als Monopolist unterwegs ist – mindestens bis zur Fertigstellung der zweiten Stammstrecke in neun Jahren, wahrscheinlich aber länger.

Ohne Grund hat sich der Freistaat nicht auf diesen Deal eingelassen: Aufgrund der schieren Größe des S-Bahn-Netzes ist in absehbarer Zeit kein seriöser privater Bahnbetreiber in Sicht, der der Bahn hier Konkurrenz machen könnte. Spannend wird es erst in den Jahren nach 2026 – wenn einzelne Linien, etwa die geplanten Regio-S-Bahnen aus Landshut, Buchloe und Mering, an andere Betreiber fallen könnten. Das ist aber Zukunftsmusik. Einstweilen darf sich der Fahrgast auf die kleineren Verbesserungen freuen – und ansonsten hoffen, dass sich die Verspätungen in Grenzen halten.

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