Kommentar

Tram durch den Englischen Garten: Emotionen statt Argumente

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Minister Markus Söder ist nicht zu Gesprächen über eine Tram-Nordtangente durch den Englischen garten bereit, OB Dieter Reiter hingegen will nicht locker lassen. Rathaus-Reporter Sascha Karowski kommentiert. 

Die Tram gilt gerüchteweise als das beliebteste Verkehrsmittel vieler Münchner. Doch nicht allenthalben. Und bisweilen entsteht der Eindruck, dass gerade Diskussionen über neue Trassen bei der Tram anders als bei Bus und U-Bahn emotionaler geführt werden statt mit sachlichen Argumenten. Für eine mögliche Tram-Nordtangente, eine Trasse durch den Englischen Garten, scheint das im Besonderen zu gelten.

Die Argumentation, mit der sich Finanzminister Markus Söder gegen das Projekt stemmt, ist nicht nachzuvollziehen. Mögliche Gefahren durch Gleise und Fahrkörper? Dass auch das Miteinander von Fußgängern, Radlern und Bus Risiken birgt, lässt der Minister außer Acht. Eingriffe in die Straße, bauliche Veränderungen, wären auch notwendig, wenn die Busspur wie von Söder gewünscht verkleinert wird. Und eine Straße bliebe, egal, ob sie nun geteert ist oder gepflastert. Die Tram hingegen würde auf Rasengleisen fahren. Das erhöht deutlich den Grünanteil – ganz davon abgesehen, dass Busse Dieseldunst verströmen, und eine Tram optisch mehr hermacht als ein Bus. Aber das ist freilich ein emotionales Argument.

Lesen Sie hier des ausführlichen Bericht zum Thema: Geplante Tram-Nordtangente: Söder lässt die Stadt abblitzen

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