Nach Berlin-Anschlag

Kommentar: Von wegen die ganze Welt ist aus den Fugen

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Christine Ulrich. 

München - Es heißt immer, insbesondere nach dem Anschlag in Berlin, der Terror verbreitet Angst und Schrecken in der Bevölkerung. Doch eigentlich ist das Wesentliche so, wie es sein sollte. Ein Kommentar. 

Donnerstagabend, 22. Dezember, in München.
Um 18 Uhr demonstrieren tausende Menschen am Max-Joseph-Platz für eine angstfreie und offene Gesellschaft.

Um 1 Uhr nachts liegt am S-Bahnhof Marienplatz ein Mann auf dem Boden, das Gesicht nach unten. Als meine Freunde und ich kommen, haben schon zwei Leute den Notarzt gerufen und warten neben dem Mann. Immer wieder bleiben Passanten stehen und fragen, ob sie helfen können.

Um 1.40 Uhr hält meine S-Bahn in Sendling. Mit mir steigen mehrere mitteljunge Frauen aus. Und laufen alle, in verschiedene Richtungen, alleine durch die Nacht nach Hause.

Keine Angst. Viel Solidarität. Das Wesentliche ist in München so, wie es sein soll. Lasst uns dem Grauen, das passiert, trotzen und so weitermachen.

„Angst? Sicher ned!“ Unter diesem Motto haben am Donnerstag etwa 4000 Menschen auf dem Platz vor der Staatsoper demonstriert und Künstlern gelauscht.

Christine Ulrich

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