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Zwischen Jubel und Buh-Rufen: Das sagen die Fans zum Helene-Fischer-Konzert - „Da mussten wir kurz bangen“

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Von: Andreas Thieme

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Helene Fischer am 20.08.2022 auf dem Messegelände in München
Ganz nah dran: Helene Fischer feierte zwei Stunden mit ihren Fans © IMAGO/osnapix / Hirnschal

Sie ist wieder da – und wie: Helene Fischer (38) legte nach Auszeit und Baby-Pause einen furiosen Auftritt in Riem hin. Es war das größte Konzert ihrer Karriere: 130000 Fans pilgerten am Samstag zum Messegelände. Doch ein Gewitter gefährdete das Konzert. Neben Jubel gab es auch Unzufriedenheit.

München - Seit Monaten warteten Schlagerfans auf diesen Auftritt: Am Ende lockte Superstar Helene Fischer dann 130000 Menschen auf das Messegelände in Riem. Es wurde ein Auftritt der Superlative.

Trotz andauerndem Regen standen Tausende schon am Vormittag beim Open-Air an. So wie die kleine Rosalie (9), die mit Vater René (41) extra aus Zwickau in Sachsen angereist kam. „Seit ich sechs Jahre alt bin, liebe ich Helene – genau wie meine ganze Familie. Ich bin sehr aufgeregt. Das ist mein erstes Konzert“, sagte die Grundschülerin. „Die Tickets haben wir direkt am ersten Verkaufstag gekauft“, freute sich Fan Sabrina (41) aus Kehl am Rhein. Zehn Stunden aus Holland angereist war Arend (52) mit seinen Dart-Kumpels. „Wir sind 10 Stunden von Holland gefahren und haben fast 200 Euro pro Karte bezahlt, damit wir weit vorne stehen.“

Doch beinahe wäre das Konzert sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Denn um 17.30 Uhr zogen über München schwere Gewitter, es regnete heftig. „Da mussten wir kurz bangen“, sagt die Mädelsgruppe um Chantal, Ann Catrin und die beiden Melanies. Sie hatten sich extra in pinke Ponchos gehüllt, um den schlechten Wetter zu trotzen, das am Nachmittag immer dramatischer wurde.

München: Als Blitze über Riem zuckten, musste die Zuschauer evakuiert werden

Denn als etliche Blitze über Riem zuckten, mussten die Fanmassen kurzerhand in die Messehallen evakuiert werden, leichte Überflutungen auf dem Konzertgelände musste die Feuerwehr abpumpen. Hinter den Kulissen bangte Helene Fischer um ihren Auftritt. Doch rechtzeitig vor der Mega-Show kommt Entwarnung: Fischer darf auftreten – und die durchweichten Fans zurück aufs Gelände.

Was dann folgt, ist Kitsch: Helene lässt den Himmel leuchten – gegen 20 Uhr, als der Superstar die Bühne betritt, lugt plötzlich die Abendsonne hervor. Einen riesigen Regenbogen inklusive. „Ich hab’ gedacht mein Herz zerspringt in 1000 Teile“, sagt die gerührte Helene angesichts der Menschenmassen. „Das ist das, was ich so lange vermisst habe.“

Helene Fischer: Sie hauchte ihrem Thomas ein „Ich liebe dich“ - doch die meisten Fans hörten es nicht

Zwei Stunden lang sang sie ihre großen Hits wie „Genau dieses Gefühl“, „Hand in Hand“ oder „Rausch“. Atemlos war Helene zwischendrin dann auch selbst: Sie sei „nichts mehr gewohnt“, gab sie nach ihrer Baby-Pause zu. Vollgas gaben natürlich auch ihre Männer: Ex Florian Silbereisen (41) moderierte das Mega-Konzert an, Helenes aktueller Freund, Thomas Seitel (37, Vater ihrer Tochter Nala), stand als Tänzer mit auf der 150-Meter-Bühne in Riem. „Ich liebe dich“, hauchte Helene ihm zu.

Unvergessliche Momente – für die Fans im vorderen Bereich. Hörbares Murren dagegen auf den hinteren Rängen. Von dort konnte man Helene am Samstag nämlich kaum sehen. Trotz Ticketpreisen um die 130 Euro.

Für den Schlagerstar ein Kassenschlager, doch ihr Mega-Auftritt auf dem Messegelände wurde auch von Buh-Rufen begleitet. Dabei gab Helene alles: Sie wechselte vier Outfits durch, schwebte an Seilen sowie beim Hit „Atemlos“ sogar an einem Kran durch die Luft. Ihre Show war makellos, aber nicht für alle mitreißend.

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