Konzertkritik: A-ha sagte ade

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Morten Harket von der norwegischen Popband a-ha.

München - Um 22.55 Uhr gehen die Lichter wieder an, aber es bleibt irritierend ruhig in der ausverkauften Münchner Olympiahalle. Hetzen die Massen nach Konzertende sonst hektisch zum Ausgang, bleiben diesmal viele sitzen.

Einige - Ehrenwort - kämpfen sogar gegen Tränen an. Erwachsene Menschen wohlgemerkt, keine aufgeregten Teenager. Sie haben gerade Abschied von der Gruppe a-ha genommen, die sich nach dieser Tournee auflöst; und vielleicht ist manchen an diesem Abend erst bewusst geworden, dass ihre Jugend endgültig vorbei ist.

Die drei Norweger von a-ha jedenfalls haben das begriffen und deshalb einen Schlusspunkt gesetzt, um würdevoll abzutreten. Es war ein Abschied mit Stil. Die Beschallung ist exzellent, die Videoshow auf den Wänden virtuos, ohne aufdringlich zu sein. Die Lieder kommen zeitgemäß arrangiert daher und die Show der Band makellos, ohne einstudiert zu wirken. Kurzum: A-ha ist der Inbegriff einer perfekten Popband, und sie haben einen perfekten Auftritt abgeliefert. Wehmut ist auf der Bühne nicht zu spüren, eher Freude darüber, einen derart grandiosen Schlusspunkt setzen zu dürfen.

Lediglich als die Fans bei „Hunting High And Low“ minutenlang den Gesang übernehmen, ahnt man, dass das die drei Herren selber auch nicht kaltlässt. Nach dem frenetisch bejubelten Finale mit „Take On Me“ nimmt das Trio sichtlich dankbar die Ovationen entgegen. Es fallen einem in diesem Moment sofort eine Menge Bands ein, die man bei a-ha gerne in die Lehre schicken würde - und sei es nur, damit sie lernen, wie man mit Anstand geht.

Zoran Gojic

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