Konzertkritik

Kadebostany: Durch den Pop-Reißwolf

Die Nationalkapelle Kadebostany ist ein Pop-Gesamtkunsterwerk.

München - Von Bowie bis Beyoncé, von Amy Winehouse bis M.I.A.: Die Band Kadebostany ist ein Pop-Gesamtkunstwerk. So war das Konzert im Strom.

Es kommt nicht alle Tage vor, dass im Münchner Indie-Club Strom eine Staatskapelle zu Gast ist – mit einem echten Präsidenten in ihren Reihen. Zugegeben, der Staat namens Kadebostany ist eher weniger bekannt und dem Nummernschild des Tourbusses nach zu urteilen, kommt die Band auch eigentlich aus der Schweiz – trotzdem ist diese Nationalkapelle ein Pop-Gesamtkunstwerk.

Hier wird unverschämt alles verwurstet, was die Pop-Geschichte hergibt – von David Bowie bis Beyoncé. Zwei Bläser sorgen mit Saxofon und Posaune für den nötigen Druck, während der schnauzbärtige Präsident den Sound der Band auf dem Synthesizer dirigiert. Die Stimme der Sängerin pendelt zwischen Amy Whinehouse und M.I.A. Ganz staatsmännisch ist auch die Bühnen-Deko – auf zwei überkreuzte Fahnen werden immer wieder Video-Ausschnitte projiziert und die Band-Mitglieder treten in herrlich abgewetzten Phantasieuniformen auf. Die selbsternannte „Hit-Maschine“ Kadebostany hat ihr Publikum jedenfalls im Griff – auch wenn das Konzert mit nur etwa 75 Minuten Länge eine Verlängerung verdient gehabt hätte!

Marc Kniepkamp

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