OB Reiter sagt Seehofer ab

Konzertsaal: Es geht wieder von vorne los!

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Jetzt saniert die Stadt die Philharmonie:

München - Was alle Klassikfreunde schon lange wussten – ganz zu schweigen von den Orchestern und den privaten Veranstaltern –, weiß jetzt auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter: Die angedachte „Zwillingslösung“ für die Philharmonie ist nicht machbar.

Und daher hat Reiter Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nun eine Absage erteilt. Soll heißen: Die Stadt saniert auf eigene Kosten und ohne Freistaat-Gelder ihren 2500 Besucher fassenden Konzertsaal, und die Philharmoniker behalten das Hausrecht. Und die BR-Symphoniker? Das liegt jetzt am Freistaat, ob der ihnen endlich einen Saal baut.

Donnerstag Nachmittag kam die Meldung aus dem Rathaus. Reiter sagt: „Selbst nach einer aufwendigen Sanierung würde eine Zwillingslösung keine Vorteile für die Orchester, die freien Veranstalter und vor allem für die Besucherinnen und Besucher bedeuten. Im Gegenteil müssten insbesondere die Abonnenten der Münchner Philharmoniker mit erheblichen Nachteilen rechnen.“ Seehofer habe er bereits mitgeteilt, dass die Zwillingslösung für ihn passé ist.

Fazit: Geld verschenkt, Zeit verschenkt, Nerven verschenkt. Zwei Gutachten haben zuvor eine Doppelbelegung mit Philharmonikern und BR-Symphonikern ausgeschlossen. Jetzt steht alles wieder auf Start.

M. Bieber

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