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Konzertsaal: Jetzt mischt Goldgrund mit

Was macht das Opernhaus von Sydney am Stachus?

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München - Mit bunten Illustrationen hat sich die Satire-Organisation Goldgrund in die Münchner Konzertsaal-Debatte eingeschaltet.

Nanu, was macht das Opernhaus von Sydney am Stachus? Da soll doch das neue Hotel Königshof hin! Und was hat die Hamburger Elbphilharmonie auf dem Dach des Gasteigs zu suchen? Und wieso hat sich es die New Yorker Carnegie Hall neben der Theatinerkirche bequem gemacht? Was wir hier in bunten Illustrationen sehen, ist der Beitrag der Organisation Goldgrund zur Münchner Konzertsaal-Debatte.

Schon viele sind auf die Satire-Aktionen von Goldgrund hereingefallen – etwa als sie ein frei erfundenes „Traumobjekt für finanzielle Highperformer” an der Münchner Freiheit bewarben. Auch als Renovierungstruppe mit Gorilla-Masken in der Müllerstraße wurde Goldgrund um Kleinkunst-König Till Hofmann berühmt.

Nun schlagen die Satiriker eine „Isarphilharmonie“ auf dem Gasteig vor. „Neben dem Konzertsaal wird in den oberen Etagen dringend benötigter Wohnraum sowie 510 Stellplätze untergebracht“, spotten der aus Passau stammende Hoffmann und seine Freunde. Die „Stachus International Opera” würde einen modernen Akzent setzen und gleichzeitig „endlich die städtebauliche Kontroverse um die Neugestaltung des Platzes“ lösen. Und die „bisher funktionslose Feldherrnhalle“ würde die Sehnsucht nach einem neuen Odeon als „Carnegie Feldherrn Hall” erfüllen. Also Gasteig plus Herkulessaal plus X. Der ernste Hintergrund der Gaudi-Grafiken. Hofmann & Co. finden, dass München drei Säle braucht: „Drunter machen wir’s nicht, sonst wird München zu einem musikalischen Niederbayern!“

Tatsächlich wollen die Goldgründler die Konzertsaal-Debatte in neue Bahnen lenken: „Wer sagt denn, dass der in der Innenstadt stehen muss? In Paris funktionieren kulturelle Institutionen wie die Stiftung Louis Vuitton auch an der Peripherie. Wieso nicht Gern, Dachauer Straße oder Olympiapark? Was die Goldgründler außerdem nervt: „Bei all der Diskussion um die Hochkultur – wir brauchen auch Platz für spontane Independent-Kunst.“

Johannes Welte

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