Mit Heroin gedealt

Münchner Drogenbaron im Kosovo verurteilt

München - Eine Drogenbande soll München und Umgebung mit Heroin versorgt haben. Jetzt wurde der Kopf der Gruppe, gegen den seit 2010 ermittelt worden war, im Kosovo verurteilt.

Der Kopf einer Drogenbande, die den Großraum München mit Heroin beliefert haben soll, ist im Kosovo festgenommen und zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landeskriminalamt sprach am Freitag von einem „bis jetzt einmaligen Beispiel der grenzübergreifenden Ermittlungen zwischen Deutschland und dem Kosovo“. Dies zeige, dass das Balkanland seinen Ruf als Rückzugsgebiet für Straftäter bekämpfe.

Seit Juli 2010 ermitteln Polizei und Zoll gegen den Drogenring. Demnach sitzen bisher etwa 25 mutmaßliche Täter in Deutschland in Haft. Die Fahnder stellten 15 Kilogramm Rauschgift, Drogengeld im sechsstelligen Euro-Bereich sowie mehrere teure Fahrzeuge sicher.

Das Kosovo liefert eigene Staatsangehörige trotz europäischen Haftbefehls nicht an Deutschland aus. Daher vereinbarten die deutschen Ermittler mit den Behörden in Pristina, dass das Verfahren gegen den Drahtzieher der Bande dort geführt wird.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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