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Kosten für Gas und Strom steigen: Münchner Politiker wollen Schulden übernehmen - „Energie ist Grundbedürfnis“

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Von: Sascha Karowski

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Auch die Strompreise steigen
Energie wird immer teurer. Verbraucher können mit einem Anbieterwechsel aber Geld sparen. © Franziska Gabbert/dpa-tmn

Ausreichend Strom und beheizte Wohnungen für alle Münchner: Angesichts steigender Strom- und Heizkosten sichern Grüne, Rosa Liste, SPD und Volt im Stadtrat eine schnelle und unbürokratische Hilfe zu.

München - Nicht nur die Spritpreise beuteln das Portemonnaie, auch die Kosten für Gas und Strom steigen. Rathauspolitiker von Grünen und SPD vermuten, dass sich das auch im kommenden Jahr nicht ändern wird. Ausreichend Strom und beheizte Wohnungen sollen aber nicht zum Luxus werden. Grüne, Rosa Liste, SPD und Volt sichern daher schnelle und unbürokratische Hilfe zu. In einem Dringlichkeitsantrag für den Sozialausschuss am 9. Dezember fordern die Fraktionen, dass die Stadt Stromschulden vermehrt übernimmt und die Energieberatung ausbaut.

Münchens Grünen-Stadträtin Clara Nitsche: „Zuverlässig Versorgung garantieren“

„Die Preisentwicklung im Energiesektor ist für viele Rentner, Familien und Arbeitnehmer ein ernstes Problem“, sagt Grünen-Stadträtin Clara Nitsche. Die Genannten kämen schon jetzt häufig nur mit Mühe über die Runden, und eine kräftige Preissteigerung für Strom und Gas brächte sie an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit. „Wir wollen ihnen schnell und zuverlässig die Versorgung mit Energie garantieren. In einer so wohlhabenden Stadt wie München* soll niemand frieren müssen.“

Der Antrag bittet außerdem OB Dieter Reiter (SPD) darum. bei der Bundesregierung auf die unzureichende Berechnung der bisherigen Regelsätze gerade im Bereich Strom, Heizung und Energie hinzuweisen und das sozio-kulturelle Existenzminimum auch für eine teure Großstadt wie München zu gewährleisten. „Die Weltmarktentwicklung und der Umbau unserer Energieerzeugung zur CO2-Neutralität werden zu höheren Preisen für Energie führen“, sagt Grünen-Vize Dominik Krause. Klimafreundliches Verhalten müsse sich lohnen. „Deshalb darf der Preis für CO2 nicht zu niedrig sein – doch Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen. Die Versorgung mit Energie ist ein Grundbedürfnis, deswegen darf niemandem der Strom oder das Gas abgedreht werden.“

Münchens SPD-Stadtrat Christian Köning: „Folgen für Betroffene abmildern“

SPD-Stadtrat Christian Köning sagte: „Wir können die Weltmarktpreise nicht beeinflussen, aber wir können die Folgen für die Betroffenen zumindest abmildern.“ Deshalb müsse die Stadt Stromschulden übernehmen, die Energieberatung ausbauen und Stromsperrungen verhindern. „Wir fordern, dass auch der Bund handelt und wirksam gegen die Steigerung bei Strom- und Heizpreisen vorgeht.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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