Ringen um das Andechser am Dom

Krätz: Jetzt legt das KVR Beschwerde ein

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Das Ringen um Sepp Krätz und seine Konzession geht weiter.

München - Beschwerde gegen die stattgegebene Beschwerde: Nachdem das Verwaltungsgericht am Montag einen Eilbeschluss zur Schließung des Andechser am Dom gekippt hat, will nun das KVR seinerseits klagen.

Das Ringen um das Andechser am Dom und seinen Betreiber, Ex-Wiesn-Wirt Sepp Krätz, ist noch nicht vorbei: Nachdem das Münchner Verwaltungsgericht am Montag einen Vollzugserlass gestoppt hat, der Krätz zur Aufgabe seines Lokals zum 1. Juni gezwungen hätte, legt nun das Kreisverwaltungsreferat der Stadt München (KVR) nach.

Sepp Krätz war nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung - er erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und 10 Monaten - auch die Gaststättenkonzession entzogen worden. Dagegen stellte Krätz, der parallel dazu auch das Hippodrom auf dem Oktoberfest verlor, einen Eilantrag, dem das Verwaltungsgericht stattgab, mit Verweis auf die ausstehende Hauptverhandlung.

Konkret bedeutet das: Bis im Hauptverfahren ein endgültiges Urteil fällt, ob Sepp Krätz seine Konzession verliert, darf er seine Gaststätten entgegen der Entscheidung des KVR weiterführen.

In einer Mitteilung des KVR vom Dienstag heißt es nun, dass Krätz "erhebliche Verfehlungen (...) im Rahmen seiner gaststättenrechtlichen Tätigkeit begangen" habe und daher der Entzug der Konzession rechtens sei. 

Das Gericht entschied nun im Interesse des Wirtes, darum kündigt das KVR an, Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einzulegen. Das Verwaltungsgericht werde "zwar den Interessen des Wirtes gerecht, nicht aber denen des Verbrauchers und der Allgemeinheit. Das Gaststättenrecht wird so zum stumpfen Schwert", heißt es weiter.

Hier die komplette Mitteilung

Das Ringen um Krätz' Konzession, es geht damit in die nächste Runde.

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