So krass wird Extrem-Olympia

Shaun White gewann 2011 im Skateboard-Contest die Goldmedaille. Er ist auch Olympiasieger im snowboarden (Halfpipe).

München - Das wird ein Event auf das sich München freuen kann. Die X-Games kommen ab 2012 für drei Jahre in den Olympiapark. So krass wird "Extrem-Olympia".

Die Gitarren dröhnen aus den Boxen, dann ballern die Hip-Hop-Beats – und dazu fliegen die Sportler auf Brettern, Radln und Motorrädern durch die Luft. Auch das ist eine Art Olympia – die Spiele des Extremsports namens X Games. Die veranstaltet der US-Sender ESPN von 27. bis 30. Juni nächsten Jahres und dann in den beiden folgenden Jahren auch im Münchner Olympiapark (tz berichtete)! „Wir sind kein Durchschnitt“, sagt Sender-Vize Chris Stiepock. „Die X Games sind einzigartig – und kraftvoll.“

Rund 100 000 Zuschauer erwarten die Veranstalter an den vier Tagen zu BMX, Skateboard und Motocross mit je vier Disziplinen. Ins altehrwürdige Olympiastadion wird ein Parcours gebaut für Radler und Roller, die sich auch auf dem Olympiasee auf einer gigantischen Rampe in ihren Flugqualitäten messen. Die Motocrosser kommen einmal mehr in der Olympiahalle unter. Von einer vierten Disziplin ist die Rede: Vielleicht gibt es eine Mini-Auto-Rally. Die Veranstalter prüfen, ob die in der Allianz Arena ihre Runden drehen können. Wahrscheinlicher scheint aber, dass sich Mountainbiker vom Olympiaberg stürzen.

Doch die Jugend der Stadt und der Welt wird nicht nur für waghalsige Stunts kommen, sondern wegen eines Festivals mit Musik, Mode, Disco und Style. „München hat eine vibrierende Jugendkultur und Action-Sport-Szene“, urteilt ESPN-Mann Stiepock. Der Sender übertrug die letzten Spiele in 192 Länder, 300 Millionen Zuschauer schalteten ein.

Die Stadt habe den Veranstaltern den Zuschlag leicht gemacht: „Wir haben hier einen Geist erlebt, alles möglich zu machen“, sagt der Sender-Chef. „Es war eine leichte Wahl.“

OB Christian Ude (SPD) freut sich: „Es gab die Sorge, dass der Olympiapark zwar eine großartige Vergangenheit, aber eine ungewisse Zukunft hat. Diese Sorge ließ sich zerstreuen.“ Da die Stadt 3,3 Millionen Euro investiert, hofft er auf eine ausgeglichene Bilanz: „No risk, no fun!“ Olympiapark-Chef Ralph Huber fiel ein Riesenstein vom Herzen. Die Stadt habe sich gegen 36 Metropolen durchgesetzt. „Auch nach 40 Jahren ist der Olympiapark jung, dynamisch und cool!“ Lasst die Spiele beginnen!

David Costanzo

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