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Kreativquartier in München: Mehr Freiräume und günstige Mieten für Künstler

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Von: Sascha Karowski

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Eine Frau hält eine Malerpalette in der Hand (Symbolbild).
Eine Frau hält eine Malerpalette in der Hand (Symbolbild). © Westend61/Imago Images

Grüne, Rosa Liste, SPD und Volt wollen die Situation für Kulturschaffende im Kreativquartier an der Schwere-Reiter-Straße verbessern. Dazu haben die Fraktionen am Donnerstag ein achtteiliges Antragspaket lanciert.

München - Kulturschaffende im Kreativquartier würden durch zu eng ausgelegte Vorschriften und zu hohe Mieten an der freien Entfaltung gehindert. Das haben die Fraktionen von Grüne-Rosa Liste und SPD/Volt vernommen. Um diese Situation zu ändern, haben die Stadträte am Donnerstag ein achtteiliges Antragspaket gestellt.

Kreativquartier München: „Sichtbarkeit der Künstler gehört dazu“

So sollen beispielsweise Gebühren für die Nutzung der Außenflächen entfallen, solange keine größere Profitabsicht besteht. Und im Rahmen eines Pilotprojekts soll auf die Stellplatzsatzung für das Kreativlabor verzichtet werden. „Die Stadt* will hier gute Bedingungen für neue kreative Stadtentwicklung schaffen“, sagt Grünen-Vize Mona Fuchs. „Dazu gehört auch die Sichtbarkeit bildender Kunst oder die Aneignung der Freiräume durch die Schaffung fantasievoller Möblierungen und oder Hochbeete.“

Ferner wird ein mobiles Begrünungskonzept gefordert, das noch im Frühjahr 2022 umgesetzt werden soll. Die bisher stark versiegelten Freiflächen können so aufgewertet werden.

Kreativquartier München: Künstler sollen Wände selbst gestalten dürfen

Überdies soll es den Mietern ermöglicht werden, die Container oder auch die Wände ihrer Gebäude individuell zu gestalten. Ein weiteres Ziel ist es, faire Mieten für die Ateliers verlangen zu können, ohne an die hohen marktüblichen Preise* gebunden zu sein. SPD-Vize Katrin Abele sagte dazu: „Die Künstler sollen vor Ort die Möglichkeit haben, gut und gerne arbeiten und sich und ihre Kunst unkompliziert präsentieren zu können. Dafür müssen aber auch die Rahmenbedingungen, die Gestaltungsmöglichkeiten und Mieten passen. Wir wollen die Kulturschaffenden unterstützen und unnötige Hürden aus dem Weg schaffen, damit der Charakter des Kreativquartiers erhalten bleiben kann.“ (ska) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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