Schwestern haben gleichen Tumor

Krebs-Drama: Drillinge kämpfen um ihr Leben

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Ulyana, Eva und Milana leiden unter seltenen Bilateriellen Nephroblastomen – einen Tumor an den Nieren.

München - Was für ein Drama bei Familie Filipov aus Sibirien: Vor eineinhalb Jahren bekam sie Drillinge. Doch nach der Geburt erkrankten alle drei Mädchen am gleichen Tumor.

Die Familie Filipov: Auf die großen Schwestern passt in Russland die Großmutter auf.

Glück und Leid – manchmal liegen sie so unglaublich nah zusammen. Die Familie Filipov aus Sibirien bekam vor eineinhalb Jahren Drillinge, drei Mädchen: Ulyana, Eva und Milana. Doch zehn Monate nach der Geburt erkrankten die Schwesterchen an Nierenkrebs. Eine Odyssee durch Russlands Kliniken folgte, bis die Filipovs im August in der Haunerschen Kinderklinik am Goetheplatz Hilfe erfuhren. Doch Ulyana, Eva und Milana müssten weiter behandelt werden, um überleben zu können. Allerdings gibt es für die notwendigen Behandlungen kein Geld mehr.

Erzieherin Kristina Filipova (30) und ihr Ehemann Dimitry (38), ein Heizungsinstallateur, waren so glücklich, als voriges Jahr in ihrem kleinen westsibirischen Dorf die drei Mädchen auf die Welt kamen. Zwei Töchter hatten sie schon: Arina und Alisa. „Da war ganz schon was los bei uns“, so die Mama. Alle freuten sich über die drei fröhlichen Knäuel, bis der Bauch von Ulyana nach zehn Monaten immer größer wurde. „Die Ärzte stellten einen Tumor an der Niere fest.“ Und als die anderen eineiigen Drillinge untersucht wurden, kam die Schockdiagnose: Alle drei haben die furchtbare Krankheit. Es folgten Behandlungen in Moskau. Eine Chemotherapie, die aber nicht die erlösende Heilung brachte.

Die Behandlung ist teuer

Die versprach nur die Behandlung in Deutschland. Doch wer sollte das bezahlen? Eine russische Stiftung  nahm sich der Sache an, Zeitungen, Fernsehen und Internet berichteten über die Drillinge. „Jeder in Russland kennt uns“, so Kristina Filipova. „Die Stiftung sammelte eine riesige Summe mit unserer Geschichte ein.“ In München wurden die Mädchen dann operiert: Ulyana wurden beide Nieren entfernt, sie braucht jetzt Dialyse und liegt auf der Intensivstation. Evas und Milanas Nieren wurde teilweise entfernt. Sie wohnen mit Mama und Papa in einem Appartement der Stiftung Omnibus am Goetheplatz, die die Eltern von Kindern beherbergt, die in der Klinik behandelt werden Doch wie geht es jetzt weiter?

„Die Stiftung will nicht mehr für die Anschlussbehandlungen aufkommen“, bedauert das Ehepaar, das aber sehr dankbar ist, dass die Stiftung die bisherige Behandlung zahlte. „Sie wollen aber nicht weiter helfen, sie sagen, auch andere Kinder bräuchten ihre Unterstützung.“ Doch die nötigen Medikamente und die Spezialnahrung für die anstehende Chemotherapie gibt es in Russland nicht. Auch keine Klinik, in der Onkologe, Chirurgie und Neurologe gemeinsam arbeiten.

Ärzte in Russland fehlt die Erfahrung

In Russland könnte keiner versuchen, Milanas zweite Niere zu retten. Die Ärzte hätten die Erfahrungen dazu nicht, so Kristina Filipova: „Wir haben große Angst davor, nach Russland zurückzukehren, weil wir wissen, dass die Mädchen da nicht überleben werden. Wenn wir gezwungen werden, nach Hause zu gehen, wird es eine Reise nach Nirgendwohin sein.“

Derzeit versuchen die Filipovs, eine gemeinnützige Organisation zu finden, die ihnen hilft, das Geld für die weitere Behandlung aufzutreiben. Es geht um 200 000 Euro. Wer helfen oder spenden will, stellt die tz gerne einen Kontakt her. Melden Sie sich bei lokales@tz.de mit dem Betreff: Drillinge.

Spendenkonten:

Münchner Kinderhilfe Kennwort: "Drillinge"

Münchner Bank

IBAN: DE96 7019 0000 0001 5207 41

BIC: GENODEF 1MO1

Kinderkrebshilfe Bayern e.V. Kennwort "Drillinge"

Commerzbank Gersthofen

IBAN: DE86 7204 0046 0390 6393 00

BIC: COBA DE FF 720

Johannes Welte

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