Münchner braucht 500.000 Euro

Christians (30) letzte Chance: Familie sammelt für Krebsmedikament 

1 von 7
Glückliche Zeiten: Christian Zeng und seine Stefanie nach ihrer standesamtlichen Trauung.
2 von 7
Sport ist Christians Leidenschaft.
3 von 7
Christian beim Fallschirmspringen.
4 von 7
Der Münchner ist passionierter Läufer.
5 von 7
Auch in den Bergen ist der Projektmanager gerne unterwegs.
6 von 7
Christian und seine Stefanie fühlen sich in ihrer Wahlheimat München wohl. Ihr Traum: Sie wollen sich kirchlich in der Paulskirche im Herbst trauen lassen.
7 von 7
Auch wenn die Krankheit zurückgekehrt ist: Christian gibt die Hoffnung nicht auf.

München - Der Münchner Christian Zeng (30) ist an einer extrem aggressiven Krebsform erkrankt. Seine letzte Chance: Ein Medikament aus den USA. Doch das kostet mehr als eine halbe Million Euro.

Christian Zeng (30) hat nur noch eine einzige Chance – und die kostet eine halbe Million Euro. Der Münchner ist innerhalb eines Jahres zum zweiten Mal an einer seltenen, extrem aggressiven Krebsform erkrankt. Retten kann ihn nur ein Medikament aus den USA. Die Kosten von rund 500 000 Euro will die Krankenkasse jedoch nicht tragen. Die Familie hofft nun auf Spenden.

Christian Zeng erkrankt im Februar 2016 am sogenannten Burkitt-Lymphom. Ein bösartiger Tumor, der aus einer Unterart der weißen Blutzellen, den B-Lymphozyten, entsteht. Ein halbes Jahr lang kämpft der Projektmanager in einer Münchner Klinik gegen die Erkrankung des Lymphsystems, gilt als geheilt. 

Er und seine große Liebe Stefanie (34) heiraten, planen eine Hochzeitsreise nach Grönland und Kanada und ihr gemeinsames Leben in München. Das Paar lebt am Münchner Goetheplatz, als Zeng Ende Januar die Schockdiagnose bekommt: Die Krankheit ist zurück. 

Zeng wechselt zum Spezialisten Professor Dr. Max Topp an der Uniklinik Würzburg. Doch bald sind alle Standard-Therapiewege erschöpft. Die einzige Möglichkeit, ihm noch zu helfen: Das Medikament Blincyto aus den USA (siehe unten). Doch das kostet 537 600 Euro – und die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht. 

Das Problem: Blincyto wurde bislang für mehrere Varianten der Leukämie erforscht und zugelassen. Doch es gibt noch keine Studie, die das Medikament für Zengs Krebsform erforscht hat. Professor Topp ist jedoch überzeugt davon, dass das Medikament seinen Patienten heilen kann. Für Christian Zengs Ehefrau Stefanie ist Aufgeben keine Option: „Er ist wahnsinnig stark. Er beeindruckt mich jeden Tag.“ 

Die Zeit drängt, denn der Krebs ist sehr aggressiv. Am 7. April müsste die Behandlung losgehen. 56 Tage lang würde Zeng das Medikament nehmen, eine Tagesdosis kostet 9600 Euro. Einen Teil der Summe versucht die Familie über Kredite und aus Erspartem zu bezahlen, für den Rest ist sie auf Spenden angewiesen. Um dafür zu werben, hat Zengs Frau Stefanie eine Homepage und eine Facebook-Seite erstellt – und ein Youtube-Video gedreht. „Es ist alles sehr schwierig“, sagt sie. „Aber solange ich weiß, es gibt eine Chance, haben wir noch Hoffnung.“

Dass Christian Zeng ein Kämpfer ist, zeigt schon sein Hobby: Kurz nach seinem vorerst letzten Klinikaufenthalt im Herbst ging der passionierte Läufer bereits wieder bei einem Halbmarathon in der Stadt an den Start, war auch beim Silvesterlauf dabei. Am 31. Januar war das kurze Glück vorbei: Das Burkitt-Lymphom wurde zum zweiten Mal diagnostiziert.

Nun kämpft der Münchner wieder um sein Leben. Rund 76 000 Euro haben er und seine Stefanie nach drei Tagen Spendenaufruf schon zusammen. „Zuerst war er sehr niedergeschlagen“, erzählt die Marketing-Fachfrau. „Aber als er das gehört hat, hat er wieder gestrahlt.“

 Der Traum von Stefanie und Christian: Wenn alles überstanden ist, wollen sie kirchlich heiraten. Am 25. November in der Paulskirche, gleich bei der Theresienwiese. Genau ein Jahr nach der standesamtlichen Trauung, als sie so glücklich waren.

Das Medikament

Blincyto wurde erst Ende 2015 vom Hersteller Amgen auf den Markt gebracht. Zugelassen ist es zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit akuter lymphatischer B-Vorläufer-Leukämie, einer Blutkrebsart. Es wird angewendet, wenn die Krankheit erneut auftritt. Die hohen Kosten sind für ein neuartiges Krebsmedikament nicht unüblich. Das Problem laut Experten: Entwicklungskosten würden in den Preis miteingerechnet. Für je weniger Patienten das Medikament gedacht sei, desto teurer werde es.

Mehr Informationen zur Spendenaktion

unter der Homepage www.christianmustlive.com und bei Facebook.

Konto für Spenden

Stefanie Dörflinger & Christian Zeng, BIC: INGDDEFFXXX, IBAN: DE60 5001 0517 5414 5192 30

Auch interessant

Meistgesehen

Stadt
Unsere Bilder des Tages
Unsere Bilder des Tages
Schaurige Krampusse ziehen über Münchner Christkindlmarkt
Schaurige Krampusse ziehen über Münchner Christkindlmarkt

Kommentare