„Es ist mir unbegreiflich“

Kreissägen-Mord in Haar: Jetzt spricht die Killerin

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Die Angeklagte Gabi P. im dicken Mantel vor Gericht

Vor mehr als acht Jahren brachte Gabi P. (32) ihren Freund Sebastian in Haar um. Mit einer Kreissäge schnitt sie ihm in den Brustkorb – aber schwieg bisher vor dem Landgericht. Am Donnerstag die überraschende Wende:

München - Vor dem Ende der Beweisaufnahme meldete sie sich nun erstmals selbst zu Wort. „Ich kann mir nicht erklären, was genau dazu geführt hat, dass ich Sebastian getötet habe. Es ist mir unbegreiflich. Ich hatte es nicht geplant“, las Gabi P. mit zittriger Stimme vor. „Ich soll etwas erklären, was ich selbst nicht verstehe. Es tut mir so leid. Ich bereue die Tat zutiefst und möchte mich bei den Eltern entschuldigen.“

Immer wieder schießen ihr Tränen in die Augen, für kurze Momente unterbricht Gabi P. ihre Erklärung. Doch sie will sich unbedingt mitteilen. „Ich erinnere mich nur noch an große Angst“, sagte sie. Das sei ihr Motiv gewesen. Beim Sex hatte sie ihren Ex-Freund gefesselt und eine Taucherbrille aufgesetzt, dann drückte sie ihm die Handkreissäge auf die Brust. Innerhalb von fünf Sekunden war Sebastian H. tot, hatten Rechtsmediziner festgestellt.

P. sagt, sie habe ihren Freund geliebt, auch wenn er kein einfacher Charakter gewesen sei. Durch seine Borderline-Störung hatte sie gelitten. Oft kam es zu Wutausbrüchen, Schlägen und Drohungen. Dennoch „haben mich viele Seiten an ihm fasziniert“, sagt Gabi P. „Ich habe stets gewartet, bis die schlimmen Phasen vorüber waren…“ Wegen Mordes droht Gabi P. lebenslange Haft.

thi

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