Kriminalitätsstatistik

München bleibt die sicherste Millionenstadt

+
Polizeipräsident Hubertus Andrä.

München - Ein rein bürokratischer Akt zur Registrierung der in München ankommenden Flüchtlinge treibt die Zahlen der Kriminalstatistik 2014 in die Höhe: 122 626 Straftaten (im Vorjahr 114810) geschahen im vergangenen Jahr in München.

 Der Anstieg ist fast ausschließlich dem Zustrom von 7816 Flüchtlingen zuzuschreiben. Denn die Polizei ist verpflichtet, der Staatsanwaltschaft in jedem einzelnen Fall eine Strafanzeige wegen ausländerrechtlicher Verstöße vorzulegen. Abzüglich dieser Zahlen ist und bleibt München mit großem Abstand die sicherste Millionenstadt Deutschlands.

„In Hamburg. Berlin, Köln oder Frankfurt ist die Kriminalitätsbelastung doppelt so hoch“, erklärte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä am Dienstag und wirkte dabei ziemlich stolz. Die Gewaltkriminalität (knapp 4000 Fälle) ist rückläufig. Im Jahr 2014 geschahen in München sieben vollendete Mord- bzw. Totschlagsdelikte und 22 Versuche. Die Raubüberfälle haben mit 578 Fällen (541) zugenommen, zudem ereigneten sich 147 Vergewaltigungen (im Vorjahr 150). Zugenommen hat die Straßenkriminalität, zu der auch die Einbrüche gehören. 5480 Einbrüche (plus 10,8 Prozent) wurden 2014 registriert – der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre. Schaden: Rund zehn Millionen Euro. Immerhin: Fast jeder zweite Einbruch ist gescheitert, was Andrä auf die Wachsamkeit der Bürger und starke Prävention zurückführt.

Ein Sorgenkind sind die steigenden Betrugszahlen und hier speziell die 528 Enkeltrickbetrügereien (88 mehr als im Vorjahr), bei denen 2014 Münchens Senioren um 500 000 Euro gebracht wurden.

dop

Auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn: Nach Stau auf der Stammstrecke - Lage normalisiert sich wieder
S-Bahn: Nach Stau auf der Stammstrecke - Lage normalisiert sich wieder
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare