Kritik an den Plänen: Isar-Allianz gegen ein Flussbad

Benjamin David (re.) und Ingenieur Johannes Titze mit den Plänen für das Isarflussbad.

Der Zusammenschluss Isar-Allianz lehnt ein Flussbad ab. Das geht aus einem Positionspapier hervor, dass unserer Zeitung vorliegt.

Die Isar-Allianz ist eine Kooperation aus verschiedenen Organisationen, wie unter anderem dem Bund Naturschutz, dem Bayerischen Alpenverein, dem Landesbund für Vogelschutz, dem Landesfischereiverband oder dem Kreisjugendring.

In dem Schreiben heißt es, dass ein Flussbad technisch aufwendige Einrichtungen zur Absicherung der Badenden vor Gefahrenstellen erfordern würde. Zum Abfangen von Treibholz seien beispielsweise neue Brückenkonstruktionen mit Rechen notwendig, die bei Hochwasser zu entfernen seien. Diese stellten neue Gefahren für Schwimmer und vor allem Kinder dar, wenn sie sich oberhalb des geplanten Flussbades die Isar hinabtreiben lassen.

Als Gebirgsfluss zeige die Isar stark schwankende Abflüsse mit oft mehreren Hochwasserereignissen pro Jahr, in denen ein Badebetrieb wegen der Wasserqualität und den Gefahren ausgeschlossen ist. Zudem fließen nach Starkregen im Stadtgebiet über die Regen-Auslässe zu Schmutzwasser von Straßen und aus der Kanalisation in die Isar. Auch dann sei kein Badebetrieb möglich.

Zudem würde ein Flussbad an der großen Isar öffentliche, schon jetzt stark frequentierte Räume an der Isar weiter einschränken, mit dem Nebenaspekt einer weiteren Kommerzialisierung des Isarraumes.

Wie berichtet, hatte der Stadtrat am Mittwoch die Verwaltung beauftragt, die günstige Variante des Vereins Isarlust prüfen zu lassen, wonach ein Flussbad mit transportablen Flößen realisiert werden könnte. 

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