Ist die Sicherheit der Passagiere gefährdet?

MVG kritisiert Stammstrecken-Plan!

München - Kaum ist das Geld für die zweite Stammstrecke beisammen, kommt harte Kritik: Die für die U-Bahn zuständige MVG verreißt die Pläne der Bahn für den Hauptbahnhof.

Chef Herbert König fürchtet um die Sicherheit der Passagiere! Darum bleibt die MVG beim Einspruch gegen die Planung. U-Bahn gegen S-Bahn!

In einem Schreiben ans Rathaus nimmt die MVG kein Blatt vor den Mund: Die Stammstrecke müsste einen sicheren Betrieb gewährleisten. An Haupt-, aber auch Ostbahnhof sei das „trotz intensivem Bemühen“ Fehlanzeige! So rechne die Bahn noch mit einer Passagier-Prognose für 2020, obwohl die Röhre vermutlich erst danach fertig wird und die Zahlen heute schon überschritten seien. Folge: Übergänge, Treppen und Bahnsteige seien zu klein, falsch geplant oder ihnen drohe die Überlastung. Das ergebe auch ein interner Bericht der Bahn. Schon heute seien die U-Bahnsteige rappelvoll. „Regelmäßige Bahnhofschließungen oder Betriebseinstellungen wären zu befürchten.“

Weil auch die Beratungen der Task Force beim OB nichts gebracht hätten, legt die MVG eigene Lösungen vor. Die Bahn will sich dazu nicht äußern.

CSU-Stadtrat Georg Kronawitter sieht sich in seiner Kritik bestätigt: „Da kein Zeitdruck mehr herrscht, könnte man die Pläne nochmal angehen.“ Durch die Röhre sollten auch Regionalzüge fahren können. Außerdem könne ein U-Bahn-Anschluss in Pasing die Strecke entlasten. Das weist die MVG zurück.

DAC

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