Kunstaktion am Königsplatz

"Über die Geschichte darf kein Gras wachsen"

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Brannte die Wiese weg: Künstler Wolfgang Kastner.

München -  Ein Künstler hat in München die Erinnerung an die Bücherverbrennung der Nazis wachgerufen - indem er Gras verbrannte.

Eine Kunstaktion auf dem Münchner Königsplatz hat am Freitag an die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten vor 80 Jahren erinnert. Der Künstler Wolfram Kastner verbrannte ein Stück Rasen - genau dort, wo am 10. Mai 1933 viele Bücher verfemter Autoren verbrannt worden waren.

„Über die Geschichte darf kein Gras wachsen“, erklärte Kastner. Anschließend lasen Freiwillige aus Büchern der damals sogenannten „Reichsfeinde“, darunter Bertolt Brecht, Heinrich und Klaus Mann, Alfred Döblin, Erich Maria Remarque und Kurt Tucholsky. Die Nazis hatten in rund 20 deutschen Universitätsstädten die Bücher von insgesamt rund 130 Autoren auf Scheiterhaufen geworfen. Bundesweit wird mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen und Lesungen an die Bücherverbrennung erinnert.

dpa

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